Die perfekte Nintendo 64 Bildqualität

Diesmal soll es darum gehen, wie hierzulande das perfekte Bild aus einem Nintendo 64 (N64) gewonnen werden kann. Netter Nebeneffekt dabei ist, dass die Grundlagen, die wir hier erarbeiten, auch für sämtliche andere Konsolen prinzipiell anwendbar sind und nur auf die jeweilige Konsole optimiert werden müssen.

Der Nintendo 64 hat allerdings eine sehr spezielle Problematik, die von den meisten anderen Konsolen irgendwie gelöst wird:
Das einzige Videokabel, das jemals offiziell für den N64 entwickelt und vertrieben wurde, ist ein Composite-Kabel.

Viele andere Konsolen wie der SNES (Super Nintendo) oder GameCube haben einen nativen RGB-Output sowie offizielle Kabel dafür. Die Nintendo Wii hat ein Componenten-Kabel und die Wii U hat HDMI-Output. XBox 360 und One sowie PlayStation 3 und 4 haben ebenfalls HDMI-Output. Ältere Modelle von Microsoft und Sony haben wiederum nur analoge Ausgabemöglichkeiten.

Prinzipiell ist die Qualität der verschiedenen Ausgabemöglichkeiten wie folgt anzuordnen von schlecht bis gut:

  • Composite
  • S-Video
  • RGB
  • Component
  • HDMI

Bei den aktuellen HDMI-Modellen, sprich Wii U, XBox 360, One, PlayStation 3 und 4 brauchen wir nichts weiter tun, denn das Signal der Konsolen kann völlig problemlos direkt an einem modernen LCD-Fernseher (egal ob Kathoden- oder LED-Hintergrundbeleuchtung) oder Plasma-Fernseher angeschlossen werden.

Digitale und analoge Signale

Das, was uns Probleme macht, sind die analogen Eingabequellen – denn die sind aufgrund ihrer Natur störanfälliger. Digitale Signale empfangen ebenso Störungen wie analoge Signale – da aber bei digitalen Signalen nur zwischen 1 und 0 unterschieden werden muss, sind Werte, die durch Störungen zu 0,8 oder 0,2 wurden, problemlos als 1 oder 0 identifizierbar (wobei dieses Beispiel eher didaktischer Natur ist, denn heutzutage werden digitale Signale mit aufwändigen Modulationsverfahren gepackt).

Bei analogen Signalen wird jedoch der komplette Wertebereich verarbeitet und so kommt es dann, dass 0,8 und 0,2 aus ursprünglich 1,0 und 0 nicht mehr als solche identifizierbar sind und die Störungen sichtbar sind. Wir haben das damals bei VHS Kassetten immer live gesehen, dass die Aufnahme auf der Kassette immer von schlechterer Qualität als das Originalsignal aus dem Fernsehen war.

Um es nocheinmal deutlicher zu machen: Bei analogen Signalen, wenn beispielsweise eine rote Farbe übertragen wird, so wird diese als direkter Wert übertragen, z. B. 128. Rote Farbwerte können zwischen 0 und 255 existieren. Würde die 128 nun digital übertragen, müsste diese zunächst in den digitalen Wert 10000000 umgerechnet. Wenn nun der digitale Wert übertragen wird, und zwar jeweils als 1, 0, 0, 0, 0, 0, 0, 0 (in der Realität irgendwann noch mit einer Prüfsumme kontrolliert), dann käme am Ende exakt wieder die 128 heraus, selbst wenn wir 0.9, 0.1, 0.05, 0.2, 0.1, 0.02, 0.05, 0.1 empfangen. Da wir Signale mit exakt 1 oder 0 erwarten, könnten wir diese leicht veränderten Signale wieder auf 1 oder 0 zurückführen. Wie gesagt, das Beispiel ist didaktisch, in der Realität können auch völlige Umkehrungen der Signale stattfinden – wofür es dann zusätzliche Prüfsummen gibt, die ja ebenfalls auf 1 oder 0 zurückzuführen wären – und wenn Prüfsumme und Nutzdaten ungleich sind, könnten Pakete auch neu angefordert werden (z. B. bei TCP der Fall). Und dann kommen noch die Modulationsverfahren auf die Daten obendrauf… wir brechen an dieser Stelle bei den digitalen Daten ab, da dies das Grundverständnis übersteigen würde.

Wenn wir nun allerdings analog den Wert 128 direkt übertragen, ist dieser verschiedensten Störquellen völlig ausgeliefert. Wir senden eine 128 in ein 2 Meter langes Kabel hinein, das vielleicht noch von einem Stromkabel gekreuzt wird, welches mit seinen Ladungen unseren Wert leicht verändert, und am Ende kommt eine 130 heraus. Wir können unmöglich feststellen, welchen Wert wir ursprünglich hineingesendet haben. Auch Prüfsummen helfen uns nicht weiter, denn auch diese wären den analogen Störungen ausgeliefert und unsere Prüfsumme würde niemals korrekt ankommen. Wenn wir zweimal 128 senden, empfangen wir z. B. beim ersten Mal 130 und beim zweiten Mal 129. Und nun?

Deswegen erklärt sich auch der Fakt, dass wenn digitale Signale zu stark gestört sind, schlichtweg „keine Daten“ empfangen werden und bei stark gestörten analogen Signalen „Rauschen“ ankommt. Wenn digitale Daten nicht mehr vernünftig auf 0 oder 1 zurückgeführt werden können, können keine ursprünglichen Daten rekonstruiert werden, denn die digitalen Signale müssen ja wieder in die eigentlichen Werte zurückgerechnet werden – und das macht nur dann Sinn, wenn die Datenwerte der Prüfsumme entsprechen. Wenn die Störung des Kabels so groß ist, dass Daten- und Prüfsummen immer auseinanderliegen, dann kann auch nichts angezeigt werden, weil nichts einen Sinn ergibt.

Bei analogen Signalen haben wir keine Überprüfungsmöglichkeit auf die Datenintegrität, weshalb hier bei starken Störungen diese starken Störungen visualisiert werden. So kommt es, dass beim Analogfernsehen „kein Signal“ als Rauschen dargestellt wird und beim Digitalfernsehen „kein Signal“ als völlig leeres Bild mit der Information „kein Signal“. Wie bereits erwähnt – die Beispiele waren sehr didaktischer Natur, um zumindest einen Eindruck davon zu bekommen, dass wir bei analogen Signalen einige Schwierigkeiten haben, die wir bei digitalen Signalen nicht haben.

Um das ganze nocheinmal zu belegen, was ich erklärt habe – Wikipedia hat nocheinmal eine Erklärung mit etwas anderen Worten, aber prinzipiell gleichem Inhalt: Wikipedia – Digitalsignal. Dort wird das ganze an Hand eines Audiosignals erläutert – auch das wird zur eigentlichen Übertragung in 1 und 0 umgewandelt, je nachdem wie die Übertragung stattfindet (z. B. per S/PDIF). Ich habe hier jedoch mit Bildwerten gearbeitet, weil wir uns ja um das Bildsignal kümmern wollen.

Also zusammengefasst sieht es nun so aus, dass wir bei digitalen Signalen weit weniger Schwierigkeiten als bei analogen Signalen haben. Leider überträgt der Nintendo 64 sein Bild (und auch seinen Ton) rein analog.

Bildsignale und deren Unterschiede

Um nocheinmal zu verstehen, warum bei den verschiedenen analogen Signalübertragungsmöglichkeiten verschiedene Bildqualitäten herauskommen, sollten wir uns noch einmal bewusst machen, was eigentlich passieren muss, damit das Bild vom Nintendo 64 auf dem LCD-Fernseher angezeigt wird.

Der Nintendo 64 ist ein digitaler Computer, der die Daten der Cardridge einließt und mit seinem Videoprozessor digitale Bilder berechnet. Diese digitalen Bilder bestehen im Prozessor aus roten, grünen und blauen Farbinformationen – kurz RGB. Webentwickler kennen diese RGB-Werte auch in hexadezimaler Schreibweise, wie z. B. FF0000 für Rot, 00FF00 für Grün und 0000FF für Blau. Der hexadezimale Wert 0xFF ist 255 – das sind 8 Bit. Mit hexadezimalen Werten erreichen wir also 24 Bit Farbgenauigkeit (3 * 8 Bit für RGB). Reden wir von 32 bit Farbtiefe, wird als vierter 8 Bit Wert der sog. Alphawert genommen – das ist ein Transparenzwert. So beruhen 32 Bit Farbgenaugkeit aber trotzdem auf 24 Bit für Rot, Grün und Blau. Für Interessierte kann auf Wikipedia noch mehr dazu nachgelesen werden: Wikipedia – Farbtiefe

Der Prozessor des Nintendo 64 berechnet nun also ein 32 Bit Farbsignal (wobei die meisten Spiele auf dem Nintendo 64 tatsächlich aus Performancegründen nur mit 16 Bit berechnet werden, 5 Bit Rot, 6 Bit Grün und 5 Bit Blau) und dieses im Nintendo 64 Bildprozessor nun vorliegende Signal, welches in Rot, Grün und Blau sauber getrennt ist, muss nun irgendwie an den Fernseher gesendet werden.

Der Fernseher selbst besteht aus Flüssigkristallen, die jeweils Rot, Grün oder Blau leuchten. Also sowohl der Nintendo 64 als auch der LCD-Fernseher arbeiten im RGB Farbraum. Es gibt dann noch den CMYK Farbraum, der für den Druck verwendet wird. Der CMYK-Farbraum hat die Eigenschaft, dass Farbmischungen dunkler werden – aus den drei Primärfarben (und Schwarz als Extra-Farbe) kann jede Farbe gemischt werden. Das Licht besteht jedoch nicht aus den Primärfarben, sondern aus rotem, grünen und blauen Licht und die Addition der Lichtfarben wird heller. Deswegen ist eine Mischung aller Farben im CMYK Farbraum mit einem tiefschwarzbraunen Wert zu vergleichen und die Addition aller Lichtfarben in weißem Licht zu sehen.

Für sämtliche Anzeigemodelle, die mit Lichtwellen (oder -teilchen) arbeiten, ist also der RGB Farbraum interessant. Wir bewegen uns also genau hier.

Das RGB Signal des Nintendo 64 muss nun aber zum Fernseher – und das geschieht, wie bereits erwähnt, über das sog. Composite-Kabel. Dieses Kabel hat die für den Anwender unkomplizierte Eigenschaft, dass sämtliche Bilddaten auf einem einzigen Kanal übertragen werden. Man kann beim Anschluss also kaum etwas falsch machen (im Gegensatz zum Componenten-Kabel, bei dem wir drei einzelne Kabel korrekt für die Farbkanäle und die Helligkeit stecken müssen). Das Problem ist nun, dass also die schön getrennten RGB Werte zu einem einzigen Signalwert im Composite-Kabel zusammengemischt werden müssen, um übertragen werden zu können.

Dabei werden die getrennten RGB Werte zu einem Farbwert zusammengerechnet (z. B. Türkis) und dann mitsamt der Information, wie hell dieses Türkis nun auf dem Bildschirm angezeigt werden soll, moduliert, also zusammengemischt. Wir können ja ein helles Türkis oder ein dunkles Türkis an den Bildschirm senden – beides wäre die gleiche Farbe, aber unterschiedlich hell. Die RGB Werte sähen auch alle unterschiedlich aus, denn je heller Türkis (00FFFF) wird, desto höher ist der Rot-Anteil (z. B. DDFFFF bis es Weiß wird) und je Dunkler Türkis wird, desto niedriger sind Blau- und Grün-Anteile (z. B. 006666 bis es Schwarz wird). Es liegt also irgendeine Farbaufspaltung vor, z. B. könnte Rot 25%, Grün 50% und Blau 75% sein und die Zwischenwerte dann die Zwischenfarben, sprich Türkis wäre dann 67,5% in unserem Beispiel und die Intensität würde dann durch die Stärke der 67,5% im Signal dargestellt – also ob wir 67,5 % oder 67,5 % oder 67,5 % haben.

Der Nintendo 64 mischt also sämtliche Werte zu einem Signal zusammen, überträgt es über das Kabel und der Fernseher muss nun aus dem gemischten Signal wieder getrennte RGB Werte berechnen, um diese getrennten Werte wieder an die einzelnen Flüssigkristalle zu senden. Für die Bildqualität bedeutet die jeweilige Umwandlung einen Verlust an Bildqualität. Treten nun unsere analogen Störungen im gemischten Signal auf – was zwangsläufig der Fall ist – so sind die am Ende wieder herausgerechneten Werte aus dem Gemischtsignal relativ stark vom Ausgangssignal abweichend.

Die Übertragung findet über Composite im sog. FBAS-Verfahren (Farb-Bild-Austast-Synchron) statt. Mehr dazu bei: Wikipedia – Fernsehsignal. Dieses FBAS Signal kodiert nun das Farbsignal als Spannungswert über einen bestimmten Zeitraum und die Intensität (sprich Helligkeit) des jeweiligen Spannungswertes als aufmodulierte Schwingung mit einer bestimmten Amplitude. Unser Beispiel von oben wird mit FBAS also prinzipiell so gemacht, nur benutzt FBAS etwas andere Werte – der Einfachheit halber sollten wir es aber so abstrakt verstanden haben.

Störungen in der Amplitude der aufmodulierten Schwingung machen sich nun als Störung der Helligkeit bemerkbar. Störungen in der Spannung machen sich dann in Störungen der Farbwerte bemerkbar. Da beide Werte miteinander verbunden sind, eben moduliert, machen sich Störungen in der Helligkeit also durchaus auch auf der eigentlichen Spannung bemerkbar, da die Schwingung dann z. B. einen anderen Nulldurchlauf hat. Bzw. Störungen in der Spannung verursachen für die aufmodulierte Helligkeitsschwingung dann andere Werte bei den Amplitudenhöhepunkten. Störungsunterschiede im Zeitverlauf machen sich zudem noch in unterschiedlichen Helligkeits- und Farbwerten über das Gesamtbild schließlich bemerkbar.

Schlimmer noch, muss das zusammengemischte Signal ja wieder getrennt werden – es muss ja die Helligkeit von der Farbinformation getrennt werden, da beide eben moduliert sind und wir wieder einzelne Rot, Grün und Blau Werte in ihrer jeweiligen Intensität benötigen – und dabei treten unwillkürlich eben Fehler auf, da die Signale nicht exakt so herauskommen, wie sie hereingekommen sind – und wir konnten solche Probleme ja bei analogen Signalen nicht lösen.

Es treten nun sog. Cross-Luminance Fehler (oder auch bekannt als Dot-Crawl) auf: Wikipedia – Cross-Luminance. Farbinformationen werden fälschlicherweise als Helligkeits-Signal interpretiert oder umgekehrt, was dann Cross-Color genannt wird: Wikipedia – Cross-Color.

Würde das Signal im S-Video Verfahren übertragen, wären Farb- und Helligkeitswerte nun auf zwei Leitungen getrennt. Wir können unser Türkis also als Türkis übertragen und wie hell unser Türkis ist, wird auf einem zweiten Kanal übertragen. (Die Helligkeitsinformation ist also das Schwarz-Weiß-Bild und die Farbinformation die Info, wie dieses Schwarz-Weiß-Bild dann eingefärbt werden soll! Deswegen geben schlechte S-Video Eingänge nur Schwarz-Weiß-Bilder aus, weil sie die Farbsignale nicht verarbeiten.) Es besteht nun keine Möglichkeit, dass bei der Demodulation von Farb- und Helligkeitsinformation Fehlinterpretationen auftreten. Störungen im Farbbereich wirken sich also nicht zusätzlich auch noch auf die Helligkeit (Intensität) aus und Störungen in der Helligkeit wirken sich nicht auf die Farben aus. Es ist also so, dass Störungen sich jeweils nur auf ihren eigentlichen Kanal auswirken, dabei aber keine Cross-Luminance und Cross-Color Fehler mehr bei der Demodulation auftreten können, da die beiden Signale ja nie miteinander moduliert waren. Theoretisch müsste das Bild bei mehreren Leitungen also besser sein.

RGB setzt dem noch eins drauf, denn bei RGB werden die Videosignale eben in RGB auf drei Leitungen übertragen. Störungen im Rotbereich betreffen die anderen beiden Farbsignale nicht. Wir müssen also unser Türkis gar nicht in einen Türkiswert umwandeln, der auf irgendeiner Farbskala liegt, sondern wir können Türkis in seinen ursprünglich getrennten Werten beinahe originalgetreu übertragen (soweit es eben störungsfrei ankommt).

Tatsächlich gibt es bei RGB noch eine vierte Leitung, die in den anderen beiden Verfahren in das Gesamtsignal mit integriert ist – nämlich die Synchronisationsleitung, denn die mehreren Kanäle müssen wieder zu einem gleichzeitigen Wert zusammengeführt werden (sprich zum exakt gleichen Zeitpunkt müssen die drei Farbwerte wieder zu einem Pixel für die Anzeige addiert werden). Wird das Synchronisationssignal falsch interpretiert, entstehen Wellenverzerrungen im Bild oder das Bild ist völlig durcheinander.

Component (nicht Composite!) ist ähnlich zu RGB, nur findet bei Component wieder eine Umwandlung des Signals statt – nämlich wird die Helligkeit wieder extrahiert und das Farb-Signal in zwei Misch-Signale getrennt, die dann einzeln übertragen werden – wir haben also wieder drei Leitungen, glücklicherweise keine vier wie bei RGB. Das Synchronisationssignal wird wie bei FBAS und S-Video auch hier auf der Helligkeitsleitung mit übertragen. Der Grund für diese Trennung liegt in der menschlichen Natur, denn das menschliche Auge hat sich dahin entwickelt, Helligkeitsinformationen besser als Farbinformationen verarbeiten zu können. Mehr dazu bei Wikipedia: Wikipedia – YCbCr-Farbmodell

Die besten Farben sollte dennoch das RGB-Signal liefern, da die Farbwerte originalgetreu getrennt übertragen werden. Das Component-Signal erlaubt aber eine höhere Auflösung bei gleicher Datenrate, da die Farbwerte mit niedrigeren Datenraten als der Helligkeitskanal übertragen werden können – das nennt man dann Farbuntertastung und deswegen erlaubt Component auch HD-Ausgabe bis 1080i während hingegen RGB im TV Bereich nie über SD Qualität hinausgekommen ist: Farbunterabtastung. Bei Component kann also auf das Helligkeitssignal (das Schwarz-Weiß-Bild letztendlich) mehr Datenrate gelegt werden als auf die Farbinformationen, die das Schwarz-Weiß-Bild dann einfärben.

Bei HDMI erfolgt keine Umwandlung in analoge Signale und von daher haben wir diesbezüglich keine Probleme bei der Wiederherstellung in die ursprünglichen Daten nach der Übertragung. Leider bietet der Nintendo 64 kein Component und HDMI – zum Rest komme ich jetzt.

Nintendo 64 Ausgabemodi

Ich hatte bereits erwähnt, dass der Nintendo 64 ursprünglich nur mit Composite ausgeliefert wurde. Inzwischen wissen wir auch, dass und warum das Composite-Signal das mit Abstand schlechteste Bildsignal liefert.

Nun sieht es jedoch so aus, dass der europäische N64 – NUS-001(EUR) – auch S-Video nativ ohne jegliche Modifikation ausgeben kann. Ein Kabel dafür wurde jedoch nie offiziell entwickelt und vertrieben. Leider gibt es auch haufenweise „schlechte“ S-Video-Kabel, die nicht die nativ getrennten Helligkeits- und Farbinformationssignale verwenden, sondern das ausgegebene Composite-Signal einfach duplizieren und auf beiden Leitungen durchschieben, wodurch ja im Prinzip auf der einen Leitung die Helligkeitswerte und auf der anderen Leitung die Farbwerte sind – nur eben auch noch zusätzliche Daten, die Probleme verursachen. Das wurde sehr schön bei Micro-64 erklärt: S-Video – The Good, the Bad and the Ugly

Wenn wir ein ordentliches S-Video Kabel möchten, empfehle ich, beim deutschen Wolfsoft-Shop zu schauen: Wolfsoft-Shop
Der hat ein speziell für den PAL Nintendo 64 angepasstes S-Video Kabel für ca. 30 € im Sortiment: Kabel Nintendo 64 S-Video PAL -> Hosiden

Und genau dieses Kabel besitze ich auch – und es ist frei von den Problemen, die bei Micro-64 so schön erklärt werden – mit anderen Worten, das ist ein „gutes“ S-Video-Kabel.

Wer jetzt allerdings wie ich auf der Suche nach dem, wie in diesem Artikel so schön beschriebenen „perfekten“ Nintendo 64 Bild ist, der benötigt einen Nintendo 64, der RGB ausgibt. Leider ist das ohne Modifikation nicht möglich, denn der Nintendo 64 wurde ursprünglich nie für die RGB-Ausgabe entwickelt – was irgendwie seltsam ist, da dessen Vorgänger SNES sowie dessen Nachfolger GameCube beide RGB-Ausgabe nativ können.

Aber beim Nintendo 64 hat man sich aus irgendeinem Grund dagegen entschieden – doch halt: Es gibt tatsächlich einen einzigen Nintendo 64 auf der Welt, der zumindest für die RGB-Ausgabe vorgesehen war – und zwar das französische Modell NUS-001(FRA). Dieser Nintendo 64 enthält eine unvollständige Schaltung für die native RGB-Ausgabe.

Nintendo Frankreich hat damals aufgrund der weiten Verbreitung des RGB-Standards in Frankreich einen Nintendo 64 für die RGB-Ausgabe entwickelt, aber aus kostengründen nie fertiggestellt. Es wurden nur einige Exemplare verkauft und dann wurde das französische Modell mit dem einheitlichen europäischen Modell ersetzt.

Wer auf der Suche nach einem perfekten RGB-Bild ist, kommt meines Erachtens jedoch nicht um diesen französischen N64 NUS-001(FRA) herum. Am einfachsten kauft man bei eBay einen bereits fertig modifizierten französischen N64, z. B. bei eBay – captainmvs (mit dem ich hervorragende Kundensupport-Erfahrungen habe) oder bei eBay – magictaker94.

Beide bieten französische N64 an, die nach der „offiziellen“ Methode modifiziert wurden. Wie gesagt hat Nintendo die Schaltung nie fertig gestellt – es fehlen auf dem Nintendo einige Bauteile, damit das Signal vom Bildprozessor auch den Ausgang erreicht. (Deswegen „offiziell“, weil es natürlich keine offizielle, sondern eine inoffizielle Modifikation ist, aber die Modifikation so vorgenommen wurde, wie sie ursprünglich offiziell tatsächlich geplant war).

Glücklicherweise hat es irgendjemand geschafft (genaue Details habe ich hier nicht recherchiert), vor einigen Jahren (ich glaube 2011), von Nintendo Frankreich die offizielle Bauteile-Liste zu erhalten. Mit fortgeschrittenen Lötfähigkeiten (SMD-Bauteile anlöten können) ist man nun in der Lage, die Schaltung zu vervollständigen, die Nintendo entwickelt, aber nie fertig gestellt hat.

Das wird aktuell noch im großen Stil von französischen Moddern gemacht und die fertig modifizierten französischen Nintendo 64 werden für 70-80 € das Stück verkauft. Aber Achtung: Wir reden hier die ganze Zeit von PAL Nintendo 64. Im NTSC-Bereich sieht es leider anders aus und wie es dort genau aussieht, habe ich nicht im Detail recherchiert, denn hierzulande ist PAL der Standard, aber ein paar Infos habe ich.

Es gibt da nämlich noch zwei andere Modifikationen von Nintendo 64 Modellen, bei denen RGB-Ausgabe erfolgt – beide eben für NTSC vorgesehen. Bei beiden werden aber (jeweils verschiedene) zusätzliche Chips und Kabel-Bypasses zwischen Bildprozessor und Ausgabemodul über die Zusatzchips eingebaut, sodass diese Modifikationen nie „offiziell“ vorgesehen waren. Mehr dazu hier: Free For All – Nintendo 64 RGB Mod oder hier: RetroRGB – N64 RGB Modding. Von PAL Nintendos halten sich die Modder aber meist fern, auch wenn Wolfsoft einen Umbau anbietet – wie der im Detail aber aussieht, weiß ich nicht, da es schließlich den französischen N64 gibt.

Es gibt zudem auf dem Nintendo 64 leider drei verschiedene Bildprozessor-Typen und nicht jeder ist für die native RGB-Ausgabe geeignet, weshalb es verschiedene Mods für verschiedene Nintendo 64 Bildprozessoren und Modelle gibt. Mehr dazu: Optusnet – RGB Video DAC for Nintendo 64 oder Retro-Magic – N64 RGB PAL

Ich sehe die Sache so: Der französische Nintendo 64 kommt ohne zusätzliche Chips und ohne Bypass aus und enthält auf der Platine die leeren Lötstellen für die fehlenden Bauteile sowie den richtigen Bildprozessor für native RGB-Ausgabe. Die „offizielle“ Modifikation besteht lediglich darin, die fehlenden Bauteile auf die freien Stellen draufzulöten und der Nintendo 64 ist fertig. Ein bessere Bild kann es mit den „inoffiziell“ modifizierten Nintendos vermutlich nicht geben, dafür aber die ein oder anderen zusätzlichen Probleme, die bei der inoffiziellen Modifikation entstehen, wie z. B. frühes Sterben des Nintendo 64 Boards: MMMonkey – NTSC N64 RGB Mod (ganz unten auf der Seite ist die Warnung!) Deswegen braucht man bei allen inoffiziellen Methoden einen Verstärker (auch Booster oder Amplifier genannt): MMMonkey – NTSC N64 RGB Mod (New) oder ein Booster-Kabel: MMMonkey – NTSC N64 RGB Booster Cable. Und da PAL-Versionen und NTSC-Versionen ja auch noch unterschiedlich „inoffiziell“ gemoddet werden müssen, ist mein Favorit ganz klar der französische N64, der die Schaltung nativ vorsah. Davon abgesehen gibt es Module, mit denen auf PAL Nintendo 64 Konsolen auch NTSC Spiele gespielt werden könnten, das aber nur am Rande erwähnt.

Für den französischen N64 lässt sich dann ein originales PAL GameCube RGB-Kabel hernehmen – es werden keine modifizierten „Booster“-Kabel benötigt und das Bild sitzt wie es offiziell vorgesehen wurde. Meine Empfehlung daher ganz klar auf dem NUS-001(FRA) Modell – am besten bereits korrekt modifiziert nach der „offiziellen“ Methode mit den offiziellen Bauteilen von einem französischen eBayer.

Die drei verschiedenen Anschluss-Stecker sehen dann wie folgt aus:

Nintendo 64 Anschlüsse

Links ist das offizielle original Composite-Kabel, in der Mitte das modifizierte S-Video-Kabel von Wolfsoft und rechts ein original GameCube RGB-Kabel.

Und das sind die drei Kabel nocheinmal komplett:

Nintendo 64 Kabel

Hier haben wir noch einen französischen, nach der „offiziellen“ Methode modifizierten PAL Nintendo 64 mit nativer RGB-Ausgabe:

Französischer Nintendo 64

Deutlich hier zu sehen – NUS-001(FRA):

NUS-001(FRA)

Videomodi

Ich habe jetzt viel über die verschiedenen Anschluss-Typen des Nintendo 64 geredet – wir sollten diese drei Anschlusstypen nun auch einmal bildtechnisch vergleichen, um einen optischen Eindruck von den Qualitätsunterschieden zu bekommen.

Wichtig ist dabei, dass der europäische Nintendo 64 NUS-001(EUR) das Composite- und S-Video-Signal ausgeben kann und der franzözische Nintendo 64 NUS-001(FRA) das Composite- und RGB-Videosignal. Ich werde den europäischen Nintendo 64 für die Composite- und S-Video-Ausgabe nutzen und den französischen Nintendo 64 nur für die RGB-Ausgabe, für die er auch modifiziert wurde. Der französische Nintendo 64 gibt kein S-Video aus und der europäische Nintendo 64 wie bereits erwähnt kein RGB.

Für die Aufnahme der Bilddaten verwende ich eine AVerMedia ExtremeCap U3 USB 3.0-HDMI-Aufnahme-Karte. Der Vorteil dieser Karte besteht in zwei Dingen: Zum einen erlaubt die USB 3.0 Schnittstelle extrem hohe Datenraten in der Aufnahme (bis zu 60 MBit/s bei dieser Karte) und somit ein optimales Aufnahmebild ohne Kompressionsartefakte. Und zum anderen ist diese Karte in der Lage, bis zu 1080p bei 60fps (Bilder pro Sekunde) aufzunehmen.

Der Nintendo 64 hierzulande gibt ein PAL Signal aus. Zwei Videomodi sind beim PAL Nintendo 64 anzutreffen: 288p50 und 576i50 (bei NTSC Nintendo 64 sind es 240p60 und 480i60 – mehr dazu hier: Wikipedia – Nintendo 64 Technical Specifications).

288p50 entspricht einer Auflösung von 352 * 288 Pixeln bei 50 Vollbildern Bildern pro Sekunde (Progressive). 576i50 entspricht einer Auflösung von 720 * 576 Pixeln bei 50 Halbbildern pro Sekunde (Interlaced). Das p im Videomodus entspricht „progressive“, also Vollbildern und das i entspricht „interlaced“ also Halbbildern.

Dass diese beiden Videomodi – 288p50 und 576i50 – uns noch Probleme bereiten werden, könnte man bereits vermuten. Für den ersten Aufnahmetest wollen wir jedoch ignorieren, welche Signale genau der Nintendo 64 liefert und die Signale „einfach“ auf 1080p50 (1920 * 1080 Pixel bei 50 Vollbildern pro Sekunde) hochrechnen. Später beschäftigen wir uns mit den daraus resultierenden Problemen in der Bildqualität und der Lösung, die es dafür gibt.

Zusätzliche Schwierigkeit: Der Nintendo 64 gibt standardmäßig ja analoge Signale in Composite, S-Video oder RGB aus – die ExtremeCap U3 Aufnahmekarte benötigt aber entweder ein Componenten-Signal oder ein digitales HDMI-Signal. Wir müssen also irgendwie die Signale des Nintendo 64 umwandeln, sodass die ExtremeCap U3 die Signale auch versteht und aufnehmen kann.

Test-Setup

Ich habe das Setup nun wie folgt aufgebaut:

  • Der Nintendo 64 ist an meinem Onkyo TX-SR 876 AV-Receiver per Composite oder S-Video angeschlossen. Wir kennen den Receiver bereits aus meinem Beitrag über Lautsprecher-Präzision.
  • Der Onkyo Receiver nimmt das analoge 288p50 oder 576i50 Signal des Nintendo 64 und schleift es einfach durch, wandelt es dabei jedoch in HDMI um.
  • Dieses HDMI-Bild sende ich an einen 1-zu-2 HDMI-Splitter (ViewHD VHD-1X2MN3D), der wiederum mit meinem Fernseher und mit der ExtremeCap U3 verbunden ist. So kann ich gleichzeitig auf dem Fernseher das Bild sehen und es mit der Aufnahme-Karte via HDMI aufnehmen.
  • Die ExtremeCap U3 ist dann natürlich via USB 3.0 an meinen PC angeschlossen, sodass ich in 1080p50 aufnehmen kann. Dabei verwende ich zur Aufnahme die vollen 60 MBit/s und lasse später YouTube selbstständig in seine verschiedenen Qualitätsstufen herunterrechnen. Je höher die Quellen-Aufnahmequalität ist, desto besser ist das Signal nach der Umwandlung von YouTube.

Für die eigentliche Aufnahme verwende ich fünf verschiedene Spiele, da alle ihre Vor- und Nachteile in der Bildqualität haben – das sind Mario Kart 64, Super Smash Bros., F-Zero X, Banjo-Kazooie und Diddy Kong Racing. Alle diese Spiele haben Intros, die jeweils beinahe die gleichen Bildinhalte wiederholen. Dadurch stelle ich bei den wiederholten Aufnahmen sicher, dass die Bilder im Vergleich möglichst immer die gleichen sind.

Nintendo 64 Spiele

Alle diese fünf Spiele sind in 288p50 realisiert, wie die meisten Nintendo 64 Spiele. Nur wenige Spiele nutzen den 576i50 Modus und manche auch nur in wenigen Teilen des jeweiligen Spiels. Der Grund dafür ist einfach: Der Nintendo 64 ist von der Rechenpower her leider kaum in der Lage, die meisten Spiele in der vierfachen Auflösung 576i50 bereitzustellen, weshalb fast jeder Entwickler mit dem 288p50 Modus gearbeitet hat, um mehr Rechenleistung in die Grafikeffekte und die Umgebung stecken zu können, statt eine kahle Umgebung dann dafür umso schärfer in 576i50 darstellen zu müssen.

Vierfache Auflösung? Ja genau: 352 * 288 = 101.376 Pixel. 720 * 576 = 414.720 Pixel. Teilen wir beide Werte – 414.720 / 101.376 – erhalten wir ungefähr 4,09 – also in etwa die vierfache Auflösung.

Wir werden noch erkennen, dass einige der Titel, wie insbesondere Diddy Kong Racing, selbst in 288p ruckeln. Ein 576i Modus wäre purer Wahnsinn. Andere Spiele wie F-Zero X laufen mit 288p durchgängig flüssig, sind von der Grafik allerdings aufs allernötigste reduziert.

Test 1: Europäischer Nintendo 64 (Composite & S-Video) → AVerMedia ExtremeCap U3

Im ersten Test, der exakt dem Setup folgt, wie ich es vorhin beschrieben habe, geht das Bild des Nintendo 64 analog in den Onkyo Receiver, wird dort in digitales HDMI umgewandelt und einfach durchgeleitet, sodass das analoge Signal lediglich digital auf den Weg gebracht wird.

Da keinerlei Umwandlungen der Auflösung erfolgen, sollte die ExtremeCap U3 eigentlich die ursprüngliche Auflösung von 288p empfangen. Leider tut sie das nicht und das Signal wird als 576i erkannt. Warum passiert das? Weil 240p bzw. 288p elektrisch mit 480i bzw. 576i übereinstimmen. Der Unterschied besteht lediglich in einem speziellen Timing-Signal bei 240p/288p, welches früher dazu genutzt wurde, alten CRT-Röhrenfernsehern die Feldreihenfolge zur Anzeige zu nennen. Viele heutige Videoprozessoren in Fernsehern, AV-Receivern oder auch meiner Capture-Card ExtremeCap U3 sind nicht für dieses spezielle Signal optimiert worden und erkennen dieses Timing-Signal nicht. Das führt dazu, dass das sonst zu 480i/576i gleichartige Signal als solches fehlinterpretiert wird! Mehr dazu gibt es in einem schönen Beitrag hier: HDRetrovision – 240p

Mit anderen Worten: Die vom Nintendo 64 versendeten Vollbilder in 288p werden als 576i interpretiert. Auf diesen „Halbbildern“ wird dann ein Deinterlacing angewandt um wieder Vollbilder für die Anzeige in 576p zu erzeugen. Es werden also Vollbilder in Halbbilder und dann wieder in Vollbilder umgewandelt. Ein ganz großer Mist. Und ob ich nun mit Composite oder S-Video an die ExtremeCap U3 sende, ist egal – beides wird als 576i fehlinterpretiert.

Was bedeutet diese Fehlinterpretation nun für die Bildqualität? Es werden vom Videoprozessor im Deinterlacing-Prozess immer zwei aufeinander folgende Vollbilder miteinander zu einem neuen Vollbild verschmolzen. Mehr zum Thema Deinterlacing mit schönem Bildmaterial auf Wikipedia:  Wikipedia – Deinterlacing.

Das Ergebnis ist eher bescheiden. Scharf kann eine solche Verrechnung nicht werden, denn es werden aus zwei Vollbildern jeweils die halben Bildinformationen verworfen und dann miteinander neu verrechnet. Flüssig kann das Ergebnis auch nicht sein, denn der N64 schafft es nicht immer, die vollen 50 fps aufrechtzuerhalten, wie ich bereits erwähnt hatte. Wenn nun also die Frame-Timings der Vollbilder abweichen und nicht konstant sind – wie kann z. B. ein Motion-Adaptive-Deinterlacer dann flüssige Bewegungen herausrechnen? Tatsächlich ruckelt das Ergebnis stärker als es im originalen 288p Modus ruckelt, denn beim Deinterlacing wird aus zwei aufeinanderfolgenden Halbbildern ein volles Zwischenbild berechnet (wobei es verschiedene Verfahren gibt und die ExtremeCap U3 vermutlich Skip-Field anwendet, so wie die Aufnahmen aussehen) und wenn nun das eine Bild länger angezeigt wird als das andere, passt die Zwischenbildberechnung zeitlich nicht, die im Normalfall von einer konstanten Bildwiederholrate ausgeht.

Die Videovergleiche habe ich auf eine etwas spätere Stelle verschoben, damit der Vergleich zwischen den Test-Setups noch interessanter wird.

Und was ist nun mit dem RGB-Bild des franzözischen Nintendo 64? Das können wir leider momentan noch nicht aufnehmen, denn der Onkyo TX-SR 876, der das Signal durchschleift, hat leider nur Composite- und S-Video-Eingänge, jedoch keinen SCART-RGB-Eingang. Mit anderen Worten: Das aktuelle Test-Setup bietet mehrere Qualitätsproblemstellen.

Wir fassen die Ergebnisse des aktuellen Testlaufs zusammen, denn dieses Setup entspricht prinzipiell dem in jedem Haushalt üblichen Setup, wenn der Nintendo 64 direkt am Fernseher angeschlossen ist. Das analoge Signal des N64 wird per Composite direkt am Fernseher angeschlossen, der Fernseher verarbeitet analoges Signal zu digitalem Signal, interpretiert in der Regel die 288p falsch (siehe HDRetrovision-Artikel weiter oben) und zeigt das Signal dann digital auf dem Bildschirm an. Das entspricht unserem Setup, nur mit dem Unterschied, dass ich den AV-Receiver zur Umwandlung des Signals von analog zu digital genommen habe, da mein Fernseher keinen HDMI-Ausgang hat und das Signal nur anzeigen, nicht aber an die ExtremeCap U3 weiterleiten könnte.

Damit wir unser Signal also aufnehmen konnten, war ich gezwungen, das Setup so wie beschrieben anzupassen – aber im eigentlichen Sinne ist dieses Setup aus Test 1 hier entsprechend einem Setup, wenn der Nintendo 64 direkt am Fernseher per Composite angeschlossen ist.

  • Vorteile
    • Das Setup ist einfach zu betreiben, keine zusätzliche Hardware oder Modifikationen sind erforderlich.
    • Ein originaler Nintendo 64 kann mit einem originalen Composite-Kabel direkt angeschlossen werden.
    • Es kann statt des originalen Composite-Kabels ein ordentlich modifiziertes S-Video-Kabel für eine bessere Bildqualität genommen werden.
    • Viele Fernseher unterstützten nativ RGB, das bedeutet, es kann sogar der modifizierte Nintendo 64 am Fernseher direkt betrieben werden.
  • Nachteile
    • Viele aktuelle Fernseher verstehen S-Video-Signale falsch und es entsteht ein Schwarz-Weiß-Bild, da die Farbinformationen des S-Video-Signals nicht verarbeitet werden – das bedeutet, es muss auf Composite zurückgegriffen werden. Mein Fernseher z. B. kann kein S-Video, wenn ich den Nintendo 64 direkt anstecke – ich erhalte ein Schwarz-Weiß-Bild.
    • Das 288p PAL-Signal wird von den meisten Fernsehern falsch als 576i interpretiert (auch bei mir), was zu zusätzlichem Ruckeln und Bildschärfenverlust führt.
    • Die Bildprozessoren der Fernseher sind in der Regel nicht hochwertig – wir werden das später noch belegen. Das Bild ist also von Haus aus schlecht hochgerechnet.
    • Wir haben hier mit Composite die mit Abstand schlechteste Bildqualität, die wir haben können – das einfachste Setup ist bildtechnisch das Schlechteste.
    • S-Video kann, wenn es korrekt erkannt wird, sichtbare Vorteile bringen, aber die Fehlinterpretation des Signals und die schlechte Verarbeitung durch den Videoprozessor des Fernseher bleiben leider.
    • Warum ein möglicher RGB-Anschluss am Fernseher aber nicht zu empfehlen ist, kommt später in Test 3. Der Fernseher interpretiert 288p ja weiterhin falsch und der interne Videoprozessor ist nach wie vor schlecht geeignet.

Fazit: Einfach und für jeden zu betreiben. Falls S-Video vom Fernseher unterstützt wird, kann das Videosignal verbessert werden, aber im Gesamtergebnis ist dieses Setup visuell am schlechtesten. Den RGB-Test konnte ich hier nicht durchführen, auch wenn mein Fernseher RGB unterstützt, denn mein Fernseher hat keinen HDMI-Ausgang für Aufnahmen (hat kein Fernseher). Und da mein Onkyo kein RGB unterstützt, konnte ich auch kein RGB an die ExtremeCap U3 durchleiten.

Test 2: Europäischer Nintendo 64 (Composite & S-Video) → Onkyo TX-SR 876 (HQV Reon-VX)

Wir ändern unser Test-Setup erstmal und schalten den HQV Reon-VX Videoprozessor des Onkyo TX-SR 876 AV-Receivers „ein“.

Bisher haben wir den Receiver lediglich zur Umrechnung der analogen Composite- & S-Video-Signale in digitale HDMI-Signale verwendet. Jetzt lassen wir den Onkyo das Bild auch noch zusätzlich auf 1080p50 hochrechnen.

Der HQV Reon-VX zählt zu den hochwertigen Videoprozessoren und das war damals auch einer der Gründe, warum ich den Onkyo TX-SR 876 gekauft hatte, da dieser diesen Videoprozessor enthält. HQV wurde irgendwann von IDT und dann von Qualcomm aufgekauft, weshalb die Produktseite des HQV Reon-VX nicht mehr existiert – es gibt jedoch noch ein paar Produktvideos bei Qualcomm: HQV Resolution EnhancementHQV Content-Adaptive ScalerHQV Cadence DetectionHQV Deinterlacing.

Technisch gesehen sollte unser Nintendo 64 Bild also besser sein, wenn wir es vom HQV Reon-VX verrechnen lassen, sodass der Videoprozessor der ExtremeCap U3 das Bild nur noch aufnehmen, nicht aber mehr skalieren und deinterlacen muss.

Unser Test-Setup sieht also nun so aus, dass ich im AV-Receiver die Signalkette von „Through“ (was bedeutet, dass das Signal durchgeleitet werden soll) auf „1080p“ gestellt habe (was bedeutet, dass das Signal im Videoprozessor verarbeitet und auf 1080p skaliert werden soll).

Das nun vom Onkyo ausgegebene HDMI-Bild enthält nicht, wie vorher, das einfach nur von analog ins digitale umgewandelte Signal, sondern es enthält ein 1080p50 Signal und jegliche Fehlinterpretation durch die ExtremeCap U3 ist damit ausgeschlossen, denn 1080p50 werden nativ unterstützt und bedürfen keiner weiteren Verarbeitung außer der Komprimierung in H264 und Übertragung via USB 3.0.

Wir werden im gleich folgenden Videovergleich, der die Aufnahmen zwischen Composite und S-Video mit der ExtremeCap U3 ohne und mit zwischengeschaltetem HQV Reon-VX-Processing vergleicht, sehen, dass die Bildverarbeitung durch den HQV Videoprozessor in der Tat sichtbar besser ist.

Leider unterstützt auch der HQV Reon-VX kein 240p/288p. Das Signal wird ebenfalls als 576i fehlinterpretiert und es wird ein Deinterlacing angewendet. Das Motion-Adaptive-Deinterlacing des HQV Reon-VX ist allerdings im Ergebnis schärfer und weniger ruckelig als das Deinterlacing der ExtremeCap U3. Ich hatte ja schon vermutet, dass die ExtremeCap U3 hier mit Skip-Field arbeitet, beim HQV Reon-VX ist allerdings aus den Produktvideos klar, dass ein Motion-Adaptive-Deinterlacing angewandt wird.

Weiterhin bleibt das Problem, dass der Onkyo kein RGB unterstützt und ich meinen französischen N64 hier nicht betreiben kann.

Im Prinzip entspricht dieses Setup einem solchen, bei dem ein AV-Receiver zwischen Nintendo und Fernseher angeschlossen ist. Der Nintendo sendet das analoge Signal an den AV-Receiver, der verarbeitet es und sendet es an den Fernseher, der es nur noch anzeigt, aber nicht weiter verarbeitet. Ein solches Setup ist in Heimkinos oder gut ausgestatteten Wohnzimmern durchaus zu finden. Wir fassen also zusammen:

  • Vorteile
    • Die Bildqualität des AV-Receivers in der Verarbeitung ist sichtbar besser als die der ExtremeCap U3 (was bei dem preislichen Unterschied ja so sein soll!).
    • Composite und S-Video werden vom Onkyo TX-SR 876 einwandfrei verarbeitet, es kann also das S-Video-Kabel problemlos verwendet werden.
    • Es sind keine Modifikationen am Nintendo 64 erforderlich, es kann das originale Zubehör oder ein modifiziertes S-Video-Kabel genommen werden.
    • Ein netter Nebeneffekt ist, dass der Ton nun nicht über den Fernseher läuft (wie wenn der N64 direkt am Fernsehr hängt) sondern über die Anlage des AV-Receivers.
  • Nachteile
    • Nicht jeder hat einen höherwertigen Videoprozessor extra zu seinem Fernseher wie ich in meinem AV-Receiver.
    • Der AV-Receiver fehlinterpretiert leider auch das 288p Signal als 576i.
    • RGB-Support fehlt komplett in meinem Fall. Das bedeutet, dass wir mit maximal S-Video und Composite sowieso weiterhin eine schlechtere Bildqualität als bei RGB haben.

Vergleich A: Test 1 (ExtremeCap U3) vs. Test 2 (HQV Reon-VX)

Die Aufnahmen des Test-Setups 1 und Test-Setups 2 habe ich in Videos auf YouTube gegenübergestellt. Alle Videos liegen in 4K vor, also in 2160p50 – so konnte ich die auf 1080p50 hochgerechneten Aufnahmen Pixelgenau gegenüberstellen, um die Qualität möglichst optimal im Vergleich zu halten, denn vier 1080p50 Aufnahmen passen exakt nebeneinander in 2160p50.

  • Links oben ist jeweils die Composite – ExtremeCap U3 Version.
  • Rechts oben ist jeweils die S-Video – ExtremeCap U3 Version.
  • Links unten ist jeweils die Composite – HQV Reon-VX Version.
  • Rechts unten ist jeweils die S-Video – HQV Reon-VX Version.

Die Qualität wird also von links nach rechts und von oben nach unten immer besser. Dieses Prinzip gilt für alle Videos, auch für die der späteren Vergleiche!

Folgendes ist mir bei den Aufnahmen von Test 1 und Test 2 aufgefallen:

  • Alle Aufnahmen sind Progressive, also in Vollbildern – die Deinterlacer haben ihre Arbeit gemacht (auch wenn die eigentlich nicht nötig gewesen wäre) und das Ergebnis in Vollbildern zurückgeliefert.
  • Die ExtremeCap U3 Aufnahmen haben allesamt 25 fps – das deutet stark darauf hin, dass der Deinterlacer hier mit Skip-Field gearbeitet und nur jedes zweite Bild angezeigt hat. In der Tat sieht man insbesondere bei der F-Zero X Aufnahme, dass die ExtremeCap U3 Fassungen deutlich stärker ruckeln als die HQV Reon-VX Fassungen – das liegt am Skip-Field Deinterlacer, der hier aktiv war.
  • Die HQV Reon-VX Aufnahmen liegen alle um 48-49 fps herum (auf krummen Werten), nie aber genau bei 50 sondern immer darunter. Ich musste jede HQV Reon-VX Aufnahme zwischen 105% und 115% beschleunigen, damit sie exakt mit den ExtremeCap U3 Fassungen aufeinanderlagen. Warum der HQV Reon-VX hier nicht die korrekten 50 fps erkennt, kann ich nicht erklären, aber sauber ist was anderes. Vielleicht kommt der Deinterlacer nicht ganz mit dem Material klar.
  • Der HQV Reon-VX hat Motion-Adaptive-Deinterlacing angewandt – das erkennt man insbesondere daran, dass bei F-Zero X eben die Wiedergabe deutlich flüssiger ist als beim ExtremeCap U3, weil Zwischenbilder berechnet wurden.
  • Die Composite-Aufnahmen sind jeweils in der Bildqualität schlechter – insbesondere Dot-Crawl ist sichtbar. Die S-Video-Aufnahmen haben keinerlei Dot-Crawl.
  • Man erkennt z. B. beim Super Smash Bros. Logo an dessen schwarzen Rändern vor dem feurigen Hintergrund, dass dieses leicht nach oben und unten vibriert (in allen vier Aufnahmen!) – daran ist deutlich sichtbar, dass hier jeweils immer Deinterlacer am Werk waren – der typische Bobbing-Effekt, wenn horizontale Linien auf- und abwackeln, wenn Bildmaterial einmal aus dem einen Bild und einmal aus dem anderen Bild zur Interpolation herangezogen werden.

Es folgen nun die einzelnen Vergleichsvideos – es sollte dabei in den Vollbildmodus geschaltet und es darf gerne auf Pause gedrückt werden, um optimal vergleichen zu können. Bitte beachte, dass dein Monitor und dein PC möglicherweise nicht genügend Ressourcen bereitstellen, um die Videos in optimaler Qualität in 4K zu sehen – für einen perfekten Vergleich ist die Wiedergabe in 2160p50 allerdings notwendig – bei allem bis einschließlich 720p50 erkennt man kaum einen Unterschied und selbst bei 1080p50 tut man sich noch recht schwer. YouTube rechnet die Bildqualität selbst nämlich extrem herunter. In der Realität in 100% Auflösung statt einem viertel, wie hier, sind die Qualitätsunterschiede noch deutlicher sichtbar. Ganz unten gibt es die Videos auch im Original als Download – mit den Original-Videos ist der Vergleich deutlich einfacher, da YouTube wirklich extrem komprimiert.

Mario Kart 64: Composite vs. S-Video / ExtremeCap U3 vs. HQV Reon-VX

Super Smash Bros.: Composite vs. S-Video / ExtremeCap U3 vs. HQV Reon-VX

F-Zero X: Composite vs. S-Video / ExtremeCap U3 vs. HQV Reon-VX

Banjo-Kazooie: Composite vs. S-Video / ExtremeCap U3 vs. HQV Reon-VX

Diddy Kong Racing: Composite vs. S-Video / ExtremeCap U3 vs. HQV Reon-VX

XRGB-mini Framemeister

Wir haben bei all unseren Vergleichen zwei große Probleme entdeckt:

  • Weder die ExtremeCap U3 noch der HQV Reon-VX können mit den 288p korrekt umgehen. Beide Fehlinterpretieren das Format als 576i und machen eine Umwandlung von Vollbild zu Halbbildern, welche dann deinterlaced werden, um dann wieder zu Vollbildern zu werden. Was ich dabei noch gar nicht angesprochen hatte, neben der Verschlechterung der Bildqualität, ist die Tatsache, dass so eine lange Processing-Kette auch den Input-Lag spürbar erhöht. Die Eingaben vom Controller sind nur verzögert am Bildschirm zu sehen, da das Verarbeiten von Halbbildern immer zwei solche erfordert und somit die Verzögerung größer ist, als wenn die Bilder direkt als Vollbilder durchgereicht und angezeigt werden. Deinterlacing verzögert um zusätzliche zwei bis drei Bilder, denn es müssen zwei Bilder zu einem Neuen verarbeitet werden. Die Verzögerung eines Bildes beträgt 1/50 Sekunde, also 20 Millisekunden. 2-3 Bilder sind demnach 40-60 Millisekunden Verzögerung – das spürt man bereits beim Spielen.
  • Weder die ExtremeCap U3 noch der HQV Reon-VX können mit RGB umgehen. Da wir aber weit oben herausgefunden haben, dass die native RGB-Ausgabe eines französischen Nintendo 64 NUS-001(FRA) die beste Bildqualität im Vergleich zu Composite und S-Video liefert, wäre es doch schön, wenn wir die RGB-Ausgabe auch nutzen können – der Titel dieses Beitrages sagt ja aus, dass wir die perfekte Bildqualität wollen.

Glücklicherweise gibt es einen speziell für alte Spielekonsolen ab der zweiten, spätestens dritten Version optimierten Videoprozessor, der all diese Probleme tatsächlich perfekt löst!

Der Videoprozessor nennt sich Micomsoft XRGB-mini FRAMEMEISTER und wird ausschließlich in Japan verkauft (wo auch Nintendo seine Konsolen entwickelt). Der XRGB-mini Framemeister kann sowohl sämtliche Videoformate wie 240p/288p, 480i/576i und höher (egal ob PAL oder NTSC) sowie auch sämtliche Eingabeformate wie Composite, S-Video, RGB, Component, HDMI.

XRGB-mini Verpackung

Verpackung des XRGB-mini.

XRGB-mini

Der XRGB-mini FRAMEMEISTER.

Ein wirklich hervorragendes (englisches) Review zum XRGB-mini Framemeister gibt es hier: Hazard-City – XRGB-mini Framemeister Review.

Das schöne am XRGB-mini ist außerdem, dass er per microSD Firmware-Updates erhalten kann und somit neue Features und Bugfixes aus neuen Firmwares Einzug in die Hardware erhalten können. Firmware-Updates gibt es hier, auch mit englischem Screen-Layout: Micomsoft – XRGB-mini Firmware.

Wer sich nun einen XRGB-mini FRAMEMEISTER zulegen will, muss einige Dinge unbedingt beachten:

  • Das Netzteil, welches mitgeliefert wird, kommt aus Japan und ist hierzulande nicht zu gebrauchen. Es muss selbstständig ein Universal-Netzteil mit 5V DC Ausgang und 2500 mAh mit 4 mm * 1,7 mm Anschluss gekauft werden, um es an unserem Stromnetz betreiben zu können.
  • Falls man Componenten-Signale verarbeiten können möchte, z. B. weil man eine Nintendo Wii über den XRGB-mini betreiben will, so muss zusätzlich das D-Terminal Component Adapter-Cable mit gekauft werden. Ich würde empfehlen, es gleich im Paket mitzubestellen, denn so bekommt man es günstiger als im Einzelkauf. Nebenbei funktioniert es mit der Wii wirklich hervorragend.
  • Das RGB21-Kabel, das dem XRGB-mini beiliegt, ist für japanisches SCART belegt (JunkerHQ – RGB21). Japanisches SCART ist anders belegt und funktioniert nicht mit europäischem SCART. Das bedeutet, dass das Kabel entweder manuell umgelötet oder ein extra RGB21-Kabel für europäisches SCART gekauft werden muss, um den Nintendo 64 per RGB anschließen zu können. Es gibt wohl einige britische Anbieter, die solche Adapter-Kabel für EuroSCART verkaufen.
  • Die Fernbedienung ist japanisch. Zwar lassen sich die Bildschirmmenüs auf Englisch umstellen, aber mit der Fernbedienung lässt sich der XRGB-mini so kaum bedienen. Glücklicherweise gibt es auch dafür eine Lösung, denn ein findiger eBayer verkauft Klebe-Layouts in Englisch für die XRGB-mini Fernbedienung. Einfach drüberkleben und es passt: eBay XRGB-mini English Remove Overlay.

XRGB-mini Remote Overlay

Englisches Remote-Overlay von eBay.

XRGB-mini Remote Overlay aufgeklebt

Aufgeklebt auf die Fernbedienung – sieht gut aus!

Bis auf den letzten Punkt, das englische Remote Overlay, erhält man für den deutschen Markt bereits vollständig angepasste XRGB-mini Framemeister Pakete von Wolfsoft für schlappe 420 €: Wolfsoft – XRGB-mini Framemeister für deutschen Markt. Man erhält zusätzlich zum vollständigen XRGB-mini Framemeister inklusive D-Terminal Kabel ein deutsches Universalnetzteil sowie ein auf europäisches SCART umgelötetes RGB21-Kabel. Bestellt man sich zusätzlich noch bei eBay den englischen Remote Overlay, hat man insgesamt das Non-Plus-Ultra für den deutschen Markt.

XRGB-mini Wolfsoft Paket

XRGB-mini Wolfsoft-Paket mit 230V Universalnetzteil, D-Terminal-Kabel, umgelötetem RGB21-Adapter, Fernbedienung, Batterien, Anleitung (japanisch) und dem XRGB-mini FRAMEMEISTER. Hinten in der Packung ist noch das japanische Netzteil.

Wer sich nun mit den Einstellungen des XRGB-mini vertraut machen will, dem empfehle ich außerdem folgenden Wiki-Eintrag, denn die mitgelieferte Bedienungsanleitung ist leider ebenfalls ausschließlich japanisch: JunkerHQ – XRGB-mini Wiki.

Dort steht bei den „Recommended Settings“ für 240p/288p Quellen als Empfehlung, den sog. Image Mode auf „Picture“ zu stellen, den Auto Scaler auf „Game“ sowie die Sharpness auf 0 oder 1.

Mit diesen Settings habe ich angefangen zu probieren und genau diese Settings verwende ich auch für den folgenden letzten Test 3 – ich habe jedoch festgestellt, dass Sharpness auf 1 bei meinem Setup mit Skalierung auf 1080p ohne Scanlines bessere Ergebnisse liefert. Was die Settings nun genau bedeuten, wird in dem Wiki bereits sehr schön erklärt.

Test 3: Franzözischer Nintendo 64 (RGB) → XRGB-mini FRAMEMEISTER (Marvell QDEO Kyoto G2)

Der Micomsoft XRGB-mini FRAMEMEISTER verwendet intern einen Marvell QDEO Kyoto G2 Videoprozessor – das ist derzeit ein High-End Videoprozessor.

Ich habe nun den franzözischen, nach der „offiziellen“ Methode modifizierten RGB Nintendo 64 an den XRGB-mini angeschlossen und das Ausgangssignal an die ExtremeCap U3 weitergeleitet. Zum Vergleich habe ich den europäischen N64, den ich in Test 1 und Test 2 verwendet habe, via Composite und S-Video ebenfalls am XRGB-mini angeschlossen und aufgezeichnet.

Für den Anschluss des französischen Nintendo 64 habe ich zwei verschiedene Kabel verwendet – einmal ein original Nintendo SNES RGB Kabel und einmal ein original Nintendo GameCube RGB Kabel. Das erstere Kabel liefert etwas dunklere Bilder – besonders die dunklen, fast schwarzen Bereiche der Bilder sacken deutlich sichtbar ab. Außerdem ist in grünen Flächen desöfteren ein Flimmern schräger Linien zu sehen – aus irgendeinem Grund arbeitet das SNES-Kabel nicht ganz sauber. Dafür liefert das GameCube Kabel ein äußerst knackiges Bild ohne jegliches Flimmern, in den hellen Bereichen ist es sogar beinahe zu knackig – aber das siehst du dann selbst. Mit den Einstellungen im XRGB-mini könnte das aber abgeschwächt werden.

Die Settings im XRGB-mini waren nun in allen vier Testläufen (europäischer N64 mit Composite und S-Video sowie französischer N64 mit SNES-RGB- und GameCube-RGB-Kabel) immer wie folgt:

  • HDMI-Output auf 1080p50 eingestellt.
  • Image Mode auf „Picture“, wie im XRGB-mini Wiki erklärt – für progressive 288p Quellen der perfekte Modus.
  • Auto Scaler auf „GAME“, damit das Bild knackig scharf wird.
  • Dazu Sharpness auf 1, was die Schärfe etwas einheitlicher horizontal wie vertikal aussehen lässt als Sharpness auf 0.
  • Screen auf „Standard“ gesetzt, um das Bild ohne Overscan auf 1080p zu skalieren.
  • Firmware-Version auf 2.00 – derzeit der aktuellsten Version.
  • Color-Range auf „Full“, da „Limited“ derzeit wohl noch fehlerhaft implementiert ist, denn das ganze Bild wird einfach dunkler anstatt die Color-Range zu verdichten – normalerweise müsste die Color-Range jedoch auf „Limited“ stehen und dann wäre das Bild des GameCube-RGB-Kabels vermutlich farbtechnisch einwandfrei. Offensichtlich klappt da aber irgendwas noch nicht, wie man diesem Beitrag entnehmen kann: Shmups System11 – XRGB-mini Thread. Eventuell lässt sich das Problem auch umfahren, indem, wie in dem Beitrag genannt wird, auf YUV Ausgabe konvertiert wird statt RGB direkt durchzuleiten – ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich das Problem nicht durch ein weiteres Firmware-Update beheben lässt (denn in der Vergangenheit gingen z. B. noch nicht einmal PAL Signale mit 50 Hz korrekt, was durch ein Firmware-Update behoben wurde, nur am Rande bemerkt).

Dieses Setup hat neue Vor- und Nachteile:

  • Vorteile
    • Sämtliche Eingabeformate werden einwandfrei unterstützt, egal ob Composite, S-Video, RGB, Component oder HDMI.
    • Das perfekte Nintendo 64 Bild. Nur mit einem NUS-001(FRA) RGB Nintendo 64 natürlich.
    • Komplette Vollbild-Verarbeitungskette – kein Deinterlacing bei 240p/288p Material.
    • Geringster Input-Lag überhaupt, da durchgehend Vollbildverarbeitung.
    • HDMI-Ausgabe – perfekt für jeden Anschluss geeignet, egal ob an einen AV-Receiver oder direkt an einen Fernseher.
    • Optionale Scanlines für den perfekten Retro-Look aktivierbar.
    • Bild vollständig auf eigene Präferenzen anpassbar.
    • Extrem Flexibel, egal welche Konsole oder welcher Input.
    • Es gibt Firmware-Updates, das letzte erst vor ein paar Wochen mit 2.00.
    • Settings für unterschiedliche Konsolen oder Präferenzen sind jederzeit abspeicherbar und wieder nachladbar mit microSD-Karte.
  • Nachteile
    • Die Settings muss man ersteinmal korrekt einstellen, aber das Wiki weiter oben hilft enorm.
    • Man hat ein zusätzliches Gerät da stehen, das Platz und auch ein wenig Strom verbraucht.
    • Es gibt keinen offiziellen deutschen Vertrieb, was die Sache insgesamt verkompliziert.
    • Teuer. Wirklich. Ohne Witz.

Das perfekte Bild

Technisch gesehen erhalten wir mit dem XRGB-mini Videoprozessor in der Signalkette nun das perfekte Nintendo 64 Bild. Das Bildsignal des Nintendo 64 Videoprozessors, welches aus roten, grünen und blauen Bilddaten besteht, wird 1-zu-1 über das RGB-Kabel an den XRGB-mini weitergegeben. Der erkennt das Videoformat korrekt als 288p50, macht KEIN Deinterlacing und behandelt die Vollbilder als genau solche, skaliert dann mit einwandfreier Pixelduplikation auf 1080p50 und gibt die digitalen Daten weiterhin im RGB-Format an den Fernseher bzw. den ExtremeCap U3.

Wir erhalten also ein Bild mit maximaler Schärfe (Auto Scaler auf GAME, Sharpness auf 1), knackigen Farben (da lückenlose RGB-Signalkette) und flüssiger Wiedergabe (Ausschließlich Vollbildverarbeitung, keinerlei Halbbilder) mit kaum vorhandenem Input-Lag (weil eben nur Vollbilder durchgeleitet werden) auf unserem LCD-Fernseher.

Wenn der Color-Range Bug noch behoben würde, wäre das Bild tatsächlich perfekt – so sind die Farben teilweise noch etwas „zu“ knackig in den hellen und dunklen Bereichen, da eine Color Range von 0-255 in FULL angenommen wird, der Nintendo vermutlich aber nur 16-236 (wäre LIMITED, wenn es eben korrekt funktionieren würde) bei RGB-Ausgabe liefert. (Mehr zur Color-Range hier: Reference Home Theater – RGB Full vs. Limited).

Vergleich B: Test 3 (XRGB-mini FRAMEMEISTER)

In unserem letzten und finalen Vergleich stellen wir also die in Test-Setup 3 beschriebenen Videoaufnahmen gegenüber. Die Videos sind nun wie folgt zu sehen:

  • Links oben ist der europäische Nintendo 64 via Composite am XRGB-mini FRAMEMEISTER
  • Rechts oben ist der europäische Nintendo 64 via S-Video am XRGB-mini FRAMEMEISTER
  • Links unten ist der franzözische RGB Nintendo 64 via original SNES-RGB Kabel am XRGB-mini FRAMEMEISTER
  • Rechts unten ist der französische RGB Nintendo 64 via original GameCube-RGB Kabel am XRGB-mini FRAMEMEISTER

Folgendes sollte dabei auffallen:

  • Wie auch beim letzten Mal ist Composite am schlechtesten (insbesondere an der Unschärfe und am Dot-Crawl zu sehen), jedoch hier am XRGB-mini deutlich besser als bei Test 1 und 2.
  • S-Video hat dann keinerlei Dot-Crawl mehr und wirkt bereits recht scharf, die Farben sind aber noch etwas flau, besonders im roten Bereich.
  • Das SNES-RGB Kabel liefert durchgehend einen „dunklen“ Schleier über sämtlichen Videos, ist aber frappierend detailliert. Die Schärfe ist optimal, aber in grünen Bereichen entdecken wir bei genauem Hingucken manchmal ein Flimmern schräger Linien.
  • Das GameCube-RGB Kabel ist ebenso maximal detailliert wie das SNES-RGB-Kabel, liefert jedoch die sattesten Farben (die teilweise auch etwas „zu“ satt sind). Keinerlei Flimmern kommt noch dazu, was uns beim SNES-RGB-Kabel noch gestört hat. Schärfer geht es auch nicht mehr – wir sind hier beim Maximum.
  • Nocheinmal zur Detailschärfe: Insbesondere bei F-Zero X fällt einfach auf, wie erheblich detaillierter das RGB-Signal im Vergleich zum verwaschenen Composite- und S-Video-Signal ist. Eventuell hängt das auch mit dem anderen Bildprozessor auf dem N64 zusammen, aber der Detailgewinn ist schlichtweg genial, der hier im Nintendo 64 schlummert.
  • Sämtliche Videos sind flüssiger als alle vorherigen Aufnahmen, insbesondere bei F-Zero X ist dies zu erkennen – flüssiger geht es nicht mit einem originalen PAL Nintendo 64.
  • Sämtliche Videos sind offensichtlich ohne Deinterlacing verarbeitet worden, insbesondere am Super Smash Bros. Logo zu erkennen, welches kein Bobbing mehr vor dem Hintergrund macht.
  • Offensichtlich liefert der XRGB-mini (abgesehen von dem Color-Range Problem) also die perfekte Bildqualität für den Nintendo 64.

Die Videos sollten wieder wie beim letzten Mal im Vollbild-Modus in 2160p50 geschaut werden, sofern es die eigene Hardware hergibt, und pausieren ist natürlich ebenfalls jederzeit erlaubt. Ich habe wieder versucht, die Aufnahmen so gut es geht zu synchronisieren – diesmal waren allerdings die Aufnahmen fast immer konstant bei 50 fps – das war bei den vorherigen Aufnahmen ja nicht der Fall. Der XRGB-mini liefert also in der Tat die korrekten Quellparameter des Nintendo 64 Signals. Wie immer rechnet YouTube leider die Qualität stark herunter, weshalb der Vergleich mit dem YouTube Bildmaterial nicht einfach ist – das weiß ich. Deswegen gibt es ganz unten ja die Downloads der Original-Videos!

Mario Kart 64: Composite vs. S-Video vs. SNES-RGB vs. GameCube RGB / XRGB-mini FRAMEMEISTER

Super Smash Bros.: Composite vs. S-Video vs. SNES-RGB vs. GameCube RGB / XRGB-mini FRAMEMEISTER

F-Zero X: Composite vs. S-Video vs. SNES-RGB vs. GameCube RGB / XRGB-mini FRAMEMEISTER

Banjo-Kazooie: Composite vs. S-Video vs. SNES-RGB vs. GameCube RGB / XRGB-mini FRAMEMEISTER

Diddy Kong Racing: Composite vs. S-Video vs. SNES-RGB vs. GameCube RGB / XRGB-mini FRAMEMEISTER

Download

Da YouTube aktuell die 2160p50 Videos noch nicht für die Masse aktiviert hat sondern noch testet (siehe TechCrunch – YouTube Is Experimenting with Ultra High Def), und weil YouTube die Videos nocheinmal qualitativ deutlich stärker komprimiert, als dies für einen guten Vergleich hilfreich ist, biete ich – wie versprochen – sämtliche Vergleichsvideos auch zum Download an.

Wie bereits erwähnt, liegen die Videos in 2160p50 (3840 * 2160 @ 50 fps) bei 100 MBit/s vor – es ist daher ein wirklich(!) starker Rechner mit einer äußerst(!) starken Grafikkarte nötig, um die Videos ruckelfrei abspielen zu können (falls sich dein Rechner beim Abspielen also aufhängt, habe ich dich gewarnt!). Am besten vergleichen sich die Videos natürlich auf einem 4K Fernseher bei 50 fps – wer einen hat, sollte dies auch nutzen. Die 100 MBit/s sorgen dafür, dass keinerlei zusätzliche Bildfehler in den Videos Einzug erhalten haben. Alles, was irgendwie nach Bildfehlern aussieht, entstammt dem Ursprungssignal – am besten immer mit dem RGB-Signal vergleichen, denn das entspricht dem Optimum. Composite wird flimmern (Dot-Crawl), wird unscharf sein und wird flaue Farben haben – das ist so im Composite-Signal enthalten, wie ich erklärt hatte! Die Original-Videos zeigen also wirklich 1-zu-1 die Bildqualität, die ich auf meinem Fernseher sehe.

Bitte beachte auch, dass wenn die Wiedergabe nicht bei 50 Hz erfolgt, sondern z. B. bei 60 Hz, wie dies von vielen Monitoren voreingestellt ist, die Videos stärker ruckeln als sie sollten, da ein Pulldown-Vorgang stattfindet und jedes fünfte Bild doppelt angezeigt wird, so dass 50 auf 60 Bilder pro Sekunde verteilt werden können. Es ist also alle fünf Bilder ein kleiner Hacker drin – deswegen auf 50 Hz stellen, damit kein Pulldown passiert, um den Vergleich optimal ausführen zu können.

Hier sind nun die Downloadlinks zu den Vergleichsvideos (insgesamt 7,0 GB):

Fazit

Ein langer Artikel und viele Tests. Insgesamt habe ich 40 Aufnahmen mit 16,7 GB an Rohmaterial aufgezeichnet. Das Rendering der Vergleichs-Videos hat pro Video etwa 15-20 Minuten benötigt, wobei die Ausgabedateien bei 100 MBit/s nach 2160p50 gerechnet wurden und diese insgesamt ebenfalls 7,0 GB groß sind. Da YouTube inzwischen 4K sowie 50/60 fps unterstützt, sollte die Eingabequalität möglichst hoch sein, damit der Vergleich möglichst aussagekräftig ist.

Das perfekte Nintendo 64 Bild zu erhalten ist möglich. Der XRGB-mini FRAMEMEISTER macht dies möglich. Wenn man bedenkt, dass der Nintendo 64 meistens direkt via Composite angeschlossen wird – ohne dass ein vernünftiger Videoprozessor wie der XRGB-mini dazwischen sitzt – dürfte nun klar sein, wie viel Potential dabei verschenkt wird.

Natürlich liegt das Ergebnis immer im Auge des Betrachters – für mich auf einem 55″ LCD-Fernseher sind Dot-Crawl, Unschärfe, Deinterlacing-Fehler, Ruckeln, blasse Farben sowie hoher Input-Lag (alles durch den Composite-Anschluss ohne Videoprozessor verursacht!) nach vielen Jahren des Zusehens doch nicht mehr akzeptabel.

Der XRGB-mini in Kombination mit einem französischen Nintendo 64, der nach der „offiziellen“ Methode auf RGB-Ausgabe modifiziert wurde, beseitigt sämtliche Probleme und gibt ein einwandfreies Bild aus. Ein doch kleiner Nebengeschmack ist derzeit noch die fehlerhafte Color-Range, die dafür sorgt, dass helle Bereiche sowie dunkle Bereiche „absaufen“.

Glücklicherweise ist das ein Problem, welches letztendlich von den Einstellungen abhängig ist. Entweder ich verwende ein anderes Kabel oder ich stelle den XRGB-mini intern besser ein und gehe von den Standard-Werten weg, die in diesen Tests verwendet wurden. Denn der XRGB-mini bietet sämtliche Farbeinstellungen von Helligkeit, Sättigung, Gamma, Farbton, Schwarzwert über einzelne Farbkanäle pro Farbe an. Außerdem lassen sich RGB und YUV Farben untereinander konvertieren, falls nötig. Die Farbfehler lassen sich also durch weitere Einstellungen beseitigen – und dann gibt es tatsächlich keinen Punkt mehr, an dem das Nintendo 64 Bild noch besser werden kann.

Im übrigen lässt sich der XRGB-mini natürlich mit jeder anderen Konsole ebenso gut betreiben, ich habe beispielsweise noch eine Nintendo Wii (mit GameCube-Funktionalität) angeschlossen – der Nintendo 64 ist allerdings mein persönlicher Liebling und er bedarf für die optimale Ausgabequalität doch einiger Tricks.

Weil ich gerade noch von der Wii spreche: Im Wii-Modus gibt die Wii 480p60 in PAL aus (EDTV-Einstellung, die man nur mit Componenten-Kabel aktivieren kann, welches ja am D-Terminal-Kabel vom XRGB-mini angeschlossen werden kann). Die Einstellungen des Auto Scaler müssen hier laut JunkerHQ – XRGB-mini Wiki bei 480p Quellen anders lauten – ich kann die manuellen Einstellungen bestätigen! Auto Scaler muss OFF sein und manuell auf die dort vorgeschlagenen Werte justiert werden. Im GameCube-Modus gibt die Wii dann blöderweise 480i60 aus (sofern man bei Start eines Spiels auch 60 Hz aktiviert, sonst sind es 480i50) – also tatsächlich Halbbilder – aber der XRGB-mini kommt auch damit unglaublich gut und viel besser als der HQV Reon-VX zurecht – die Einstellungen stehen im XRGB-Wiki. (Image-Mode auf Natural statt auf Picture, um den Motion-Adaptive-Deinterlacer zu aktivieren und der Auto Scaler muss auf VIDEO stehen – der Motion-Adaptive-Deinterlacer des XRGB-mini ist auf minimalen Input-Lag optimiert – das merkt man! Das wurde auch im Review bei Hazard-City beschrieben, das ich verlinkt hatte.) Warum der Deinterlacer des XRGB-mini nun so gut mit 480i Quellen ist? Tja, das wird wohl ein Betriebsgeheimnis von Micomsoft und Marvell bleiben.

Mit der neuen Firmware 2.00 erlaubt der XRGB-mini auch die Speicherung der Einstellungen auf microSD. Der Vorteil davon ist, dass beim Umstecken der Konsolen die vorher herausgefundenen und abgespeicherten idealen Einstellungen so jederzeit wieder geladen werden können. Einmal korrekt eingerichtet und gesichert, lassen sich so unzählige Konsolensettings verwalten – man vergisst beim Umstecken also keine Einstellungen mehr umzuändern, sondern lädt einfach sein gesichertes Profil. Funktioniert sehr gut.

Ich hoffe nun, dass dir dieser Artikel Spaß gemacht hat und vielleicht ist dir nun bewusst geworden, welch Potential an Bildqualität doch in den alten Konsolen steckt, wenn man nur weiß, wie man dran kommt.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich diesmal und wünsche noch viel Spaß beim Spielen mit deinen alten Konsolen!

Viele Grüße!

Adrian Wöltche

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87 Gedanken zu “Die perfekte Nintendo 64 Bildqualität

  1. Geil. Es gibt noch mehr Retro-Qualitätsfreaks, die 500 € in maximale Bildqualität stecken, weil Emulation nicht authentisch genug ist.

  2. hi

    ich bin am überlegen mir ein bereits gemoddetes, französisches n64 zu kaufen, allerdings ist der xrgb-mini viel zu teuer für mich. ist die qualität an einem hdtv denn ausreichend, wenn man das rgb kabel direkt anschließt?

    lg

    • Hallo Kenny,

      die Qualität an einem HDTV ist in meinen Augen mit RGB-Kabel direkt am Fernseher definitiv deutlich besser als via Composite.
      Mein HDTV (LG) ist vom Upscaling her (Hochrechnen der N64-Auflösung auf FullHD) natürlich nicht ganz so scharf wie der XRGB-mini, sprich das Bild direkt am TV ist etwas unschärfer und verwaschener.
      Der Fernseher macht auch ein Deinterlacing (wie alle meine Geräte außer dem XRGB), was ja falsch ist, da der N64 eben Vollbilder sendet – d.h. das Bild erhält manchmal Zeilenverschiebungen (sprich Deinterlacing-Artefakte).
      Die Reaktionszeit dürfte daher auch etwas träger sein – vom TV kann ich aber leider kein Bild aufzeichnen, was ich im Artikel ja geschrieben hatte – daher kann ich keine Vergleiche dazu machen.

      Zusammenfassend kann ich aber sagen, zumindest an meinem HDTV geht es und das Bild ist definitiv erheblich klarer als per Composite, aber dass es an den teuren XRGB-mini natürlich nicht rankommt, ist klar.
      Wichtig ist eben, dass der Fernseher einen SCART Anschluss hat (meiner hat dafür einen Adapter) – ob der Fernseher mit dem RGB Signal aber wirklich zurechtkommen wird, ist wohl auch etwas Glückssache, da die SCART-RGB-Funktionalität nicht immer ausgewiesen wird… ich würde sagen: ausprobieren!

      Der XRGB-mini ist wirklich das Non-Plus-Ultra für die letzten Details, es geht definitiv auch ohne, man erhält allerdings die im Artikel beschriebenen Vorteile nicht.

      Viele Grüße!

  3. Hi

    Erstmal Danke für die schnelle Antwort. An meinem (Samsung) Fernseher ist ein SCART Anschluss an dem „EXT (RGB)“ drunter steht. Sagt das etwas über die SCART-RGB-Funktionalität aus? Das originale Gamecube RGB-Kabel soll ja am besten funktionieren, gibt es eine Möglichkeit dieses zu erkennen? Auf ebay und co. steht oft RGB Kabel für SNES/GC usw.

    Vielen Dank

    • Hi Kenny,

      ja, das klingt so, als ob SCART-RGB unterstützt wird!
      Nun das mit den GameCube RGB-Kabeln ist etwas schwieriger – wenn, dann musst du nach „Original RGB GameCube“ suchen, also nach den Kabeln, bei denen „Original“ steht. Eines davon kostet allerdings auch um die 60-70€.
      Die meisten GameCube RGB Kabel, die man bei eBay findet, sind Drittanbieterkabel. Wenn das Kabel nur 5-10€ kostet ist es mit extrem hoher Sicherheit kein „Original Nintendo“ Kabel. Ob das Kabel dann korrekt und gut funktioniert – keine Ahnung. Sicher kannst du nur mit dem original (Nintendo) GameCube Kabel sein – kaufst du ein billiges Drittanbieterkabel kannst du Glück haben und es steht dem Original in nichts nach, oder du hast Pech und das Sprichwort „Wer billig kauft, kauft zweimal“ erfüllt sich… Das sind deine beiden Optionen – welche du nimmst, musst du selbst entscheiden 🙂 Vielleicht hast du eben mit nem günstigen Glück, vllt denkst du auch, du hast Glück, aber in Wirklichkeit passt es nicht, wenn du es mit einem Originalkabel vergleichen würdest, aber weil du nie eines gesehen hast kannst du es nicht wissen… Also triff die Entscheidung, die dir am Sinnvollsten vorkommt! 🙂

      Achja: Visuell erkennst du das Original-Kabel daran, dass auf dem Stecker das „Nintendo (R)“ Logo abgebildet ist. Das ist nur bei Original-Kabeln so.

      Viele Grüße!

  4. Hallo Adrian

    Alles klar vielen Dank. Ich werde versuchen ein günstiges original Gamecube RGB Kabel zu schießen und mir ein gemoddetes, franz. N64 bestellen. Dann schau ich mal was passiert. Eigentlich bin ich da nicht so sensibel und meine Wii z.B., über die ich auch GC spiele, ist lediglich mit Composite und SCART Adapter angeschlossen und das reicht mir von der Qualität volkommen aus. Aber jetzt habe ich mein altes N64 angeschlossen und manche Spiele sind vollkommen in Ordnung (NBA Hangtime) und manche gehen wirklich gar nicht (Diddy Kong Racing).
    Gibt es vielleicht noch eine günstigere Alternative zum XRGB, der nicht soviel Funktionen hat, aber mit dem man aus dem N64 noch mehr rausholen könnte?

    Grüße 🙂

    • Hi Kenny,

      bezüglich der Wii: Ich würde dir wirklich dringend empfehlen, ein Component-Kabel zu kaufen (da tut es auch ein günstiges Drittanbieterkabel, da die ja für die Wii konkret produziert werden, nicht wie beim N64 der ja eigentlich kein RGB offiziell kann) – das reduziert nicht nur das Bildflackern sondern verbessert auch spürbar die Reaktionszeit der Wiimote auf dem Bildschirm, da dann Vollbilder und keine Halbbilder mehr verarbeitet werden im EDTV Modus 🙂 Vorausgesetzt du hast Component-Anschlüsse, müsste nen Samsung HDTV aber haben!

      Was den N64 betrifft – Diddy Kong Racing sind die Texte und Menüs nen echter Härtefall, jup, das kenn ich nur zu gut 🙂
      Was Alternativen zum XRGB betrifft – konkret kann ich dir keine nennen, da ich selber nur den XRGB-mini ausprobiert habe… weil:
      Wenn du hier schaust: http://retrogaming.hazard-city.de/ (hab ich oben im Artikel schon verlinkt) und ein bisschen runterscrollst, kommt da die „Top 5 Processors to buy“ Liste, an welcher der XRGB-mini an Platz 1 steht (bei 240p und 480i drunter und bei 480p an Platz 4, aber mit dem Hinweis, dass die Wii optimiert wurde, was den Platz für die Wii heben würde) – aber die anderen Kandidaten sind auf der Seite ebenfalls alle getestet, einfach dort mal durchscrollen (und lesen) und schauen, ob einer der Prozessoren günstig zu haben ist. Dort findest du sicher ne Lösung!

      Viele Grüße!

  5. Klasse Artikel, Danke dafür!

    Ich möchte noch anmerken, dass das Gamecube-Kabel 3 Kondensatoren enthält, die im SNES-Kabel nicht enthalten sind (beim SNES sind diese Kondensatoren schon auf der Platine aufgelötet, beim GC wohl aus Kostengründen eingespart).
    Dadurch entstehen die von Dir angesprochenen Unterschiede. Welches davon für den gemoddeten N64 das richtige ist, weiß ich nicht.
    Ich kann übrigens nur empfehlen, die Kabel selbst anzufertigen. Billige RGB Kabel bieten oft verrauschtes Audio, da die Kanäle nicht einzelnd geschirmt sind. Original Kabel sind von besserer (aber nicht bester) Qualität, doch dafür sehr teuer. Günstiger ist es, ein hochwertiges Kabel von bspw. Oehlbach zu nehmen und selbst mit dem Multi AV Connector zu verbinden. Da weiß man wenigstens, welche Qualität man in der Hand hält.

    Leider ändert die „perfekte Bildqualität“ nichts an der Tatsache, dass die meisten PAL Spiele schlechte Konvertierungen der NTSC Spiele sind. Die Spielgeschwindigkeit ist bei schlechten Konvertierungen 20% langsamer als bei NTSC, was vor allem bei Smash Bros. einen unangenehm trägen Spieleindruck hinterlässt. Viele PAL Spiele weisen auch schwarze Balken auf.

    Gute PAL Konvertierungen gibt es fast nur von Rare (die selbst in Europa saßen). Aber selbst gute Konvertierungen weisen immer noch eine niedrigere Framerate als ihre NTSC Äquivalente auf.

    • Was ich noch vergessen habe zu sagen: Interessant wäre auch ein Vergleich von Vollbildverarbeitung und fälschlicherweise angewendetem Deinterlacing in Zeitlupe.

    • Vielen Dank für den Hinweis mit dem GameCube-Kabel – ich wusste, dass es Qualitätsunterschiede zwischen den Kabeln gibt, v.a. weil es ja auch diese „Booster“-Kabel mit Verstärkern gibt…
      Aber das jetzt war mir tatsächlich neu – hab aber direkt nen Artikel gefunden, der dein Argument bestätigt: http://circuit-board.de/forum/index.php/Thread/286-Super-Nintendo-RGB-Kabel-aus-Game-Cube-Kabel/

      Ein „richtiges“ Kabel gibt es in der Hinsicht für den N64 ja nicht, da er ursprünglich ja nie für RGB-Ausgabe vorgesehen war. Ich habe nur festgestellt, dass das SNES-Kabel in den hellen Bereichen absäuft und im ganzen Bild, besonders bei stark einfarbigen rot, grün oder blau Farben schräge Linienmuster rasseln, die im GameCube-RGB Kabel nicht im Geringsten zu sehen sind. Ich nehme daher also an, dass das GameCube-RGB Kabel „korrekter“ ist.

      Zum Eigenbau kann ich da leider wenig sagen, denn ich bin Informatiker und kein Ingenieur, daher besitze ich diese Fähigkeit leider nicht und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass mein „Selbstbau“ eher Mist ist. Mit einem Originalkabel bin ich daher für meine Verhältnisse am besten und einfachsten ausgestattet. Rauschen auf den Audio-Kanälen hab ich nichts bemerkt – mein Lautsprecher-Equipment ist tatsächlich sehr rauscharm, d. h. was da geliefert wird an Audioqualität scheint ausreichend gut zu sein.

      Das mit den schlechten PAL Konvertierungen ist völlig korrekt was du da erzählst! Leider ist der französische PAL-N64 der einzige N64, der ohne Zusatzchip auskommt. Für NTSC-Geräte gibt es besagte Zusatzchips aber genügend – da benötigt man allerdings auch solche „Booster“-Kabel meines Wissens. Ich hab im Artikel das ein oder andere dazu verlinkt, mich im Detail aber nicht damit beschäftigt, da ich nur PAL-Cardridges habe. Zu RARE muss ich nichts sagen, außer dass es traurig ist, dass Microsoft mit der Übernahme der Briten den Laden seitdem deutlich (und ich meine DEUTLICH) unter seinem Potential hält.

      Es gibt allerdings wohl eine Möglichkeit, auch auf dem PAL-RGB-N64 NTSC-Spiele zu spielen. Dazu wird allerdings etwas Zusatzhardware benötigt, nämlich ein Backup-Gerät wie z. B. ein Doctor V64jr o. ä. (leider sehr seltener Krempel), mit dem sich NTSC/PAL-Cardridges als ROM sichern lassen sowie ein EverDrive 64 o. ä. mit dem sich die ROMs dann von SD-Karte abspielen lassen. Dieses Prozedere hab ich mit meinen PAL-Cardridges durchgeführt, nicht nur wegen eines Backups der Spiele sondern vorwiegend um die Savegames von meinen Cardridges sichern zu können (denn von den fünf Savegame-Typen des N64 ist eines Batteriebetrieben und daher irgendwann der Auflösung bei Energieverlust unterlegen). Dazu möchte ich aber noch einen vollständigen Artikel zu schreiben, denn ich habe da noch einige andere Dinge ausprobiert. Das EverDrive 64 kann angeblich eben auch NTSC-Spiele auf einem PAL-N64 abspielen (ich kann zumindest den Modus auf Force NTSC stellen), allerdings konnte ich das wie gesagt nicht korrekt testen, da ich nur PAL Cardridges habe, die ich auf das EverDrive 64 übertragen konnte.
      (Wenn einen nur die Spiele zum Backup auf den N64, aber nicht die Spielstände interessieren, geht das Auslesen auch mit einer Retrode2 mit N64-Plugin – will man an die Spielstände, wirds allerdings kompliziert.)

      Ansonsten danke für dein Feedback 😉

      • Richtiges Scart Kabel für den N64:
        Eigentlich müsste es ein „richtiges“ Kabel für den RGB Mod geben. Die Kondensatoren, Widerstände etc. sind dazu da, dass Signallevel der einzelnen Kanäle auf das genormte Niveau anzupassen.
        Ich selber besitze noch keinen gemoddeten N64, aber beim S-Video Kabel ist die Problematik die gleiche (übrigens: Jedem der angesichts der hohen Investitionskosten für RGB Mod und XRGB Framemeister zurückschreckt, kann ich fürs erste S-Video empfehlen. Ab ca. 12€ gibt es brauchbare Kabel und das Bild wird deutlich an Schärfe gewinnen, was gerade bei 4-Spieler Splitscreen Sessions sehr angenehm ist)

        Ein Kabel selbst anzufertigen ist nicht allzu schwer. Wichtig ist nur, dass man über eine Präzisionslötstation verfügt, mit der man filigrane Arbeiten vollbringen kann. Ob das Aufwand/Nutzen Verhältnis im Vergleich zu einem vorgefertigten Kabel lohnt, muss man für sich selbst entscheiden. Was vorgefertige Kabel angeht bin allerdings ein wenig paranoid (wie z.B. der von dir verlinkte Artikel zu den schlechten S-Video Kabel zeigt auch durchaus berechtigt). Im Grunde kann man nicht sagen, welche Qualität man kauft bevor man das Kabel in Aktion gesehen hat. Durch Selbstbau kann man die Qualität selber festlegen.

        Dass mit dem EverDrive 64 und anderen Flashcarts NTSC Spiele auf einer PAL-Konsole möglich sind, kann ich bestätigen. Das geht aber nur, wenn der Fernseher auch NTSC unterstützt (was die meisten europäischen Fernseher tun).

        • Super! Vielen Dank für deine Hilfe – erklärt auf jeden Fall noch einige Details, bei denen ich mich nicht auskenne!
          Bezüglich S-Video: Jap, völlig korrekt! War für mich einige Jahre auch der Standard, deswegen ist es in den Tests ja auch mit dabei. Ist definitiv erheblich besser als Composite.
          Für die meisten User dürfte das auch genügen, weil es doch sehr bezahlbar ist – nur wenn eine noch höhere Schärfe, bessere Farbtrennung und evtl. auch korrekte Verarbeitung der Vollbilder (und damit niedrigerem Inputlag) interessant wird, macht das Upgrade auf RGB mit XRGB-mini Sinn. S-Video ist auf jeden Fall bis dahin eine sehr vernünftige Investition, sofern das Empfangsgerät auch S-Video unterstützt (was mein Fernseher ja nicht tut, sondern nur mein AVR bzw. der XRGB-mini natürlich).

          • Ich habe den Artikel nochmal überflogen und wollte noch ein paar Korrekturen abgeben. Nicht um klugzuscheißen, sondern um diesen großartigen Artikel noch besser zu machen:
            – Du behauptest, Composite wäre das schlechtmöglichste Übertragungsverfahren. Das stimmt aber nicht, RF wäre das schlechteste Übertragungsverfahren, benötigt aber extra Hardware (den RF Modulator).

            – Bzgl. S-Videokompatibilität und Fernseher: Ich habe den N64 per S-Video mittlerweile an diverse HDTVs angeschlossen und bisher noch keinen entdeckt, der S-Video nicht unterstützt hat. S-Video gibt es meist nur über SCART (per Adapter) und muss im Menü unter den Einstellungen für diesen SCART Eingang eingestellt werden, da der Fernseher nicht erkennen kann, ob Composite oder S-Video vorliegt und S-Video die Composite Leitung für den Helligkeitswert benutzt (deswegen das schwarzweiße Bild bei Dir). Die Fernseher, die ich getestet habe, bieten die Option für S-Video allesamt nur für den 2. SCART Eingang an oder den ersten, wenn nur ein Eingang vorhanden ist.

            – RGB Mods bei nicht franz. N64:
            NTSC Rev 1-4: RGB Pins am Videochip vorhanden, aber nicht mit AV Ausgang verbunden. Signalverstärker und Verbindungskabel müssen eingelötet werden.
            Alle anderen Modelle (inkl. PAL) sind mittlerweile auch RGB modbar mit der „RGB for all“ Platine. Aufwendiger Einbau, manche Shops bieten aber einen Service dafür an.

            – Du schreibst, dass die Farben bei RGB etwas zu knackig sind und bringst limited RGB Range damit in Zusammenhang.
            Soweit ich weiß, gibt es die limited RGB Range offiziell erst seit der Einführung der HDTVs. Alte Spielkonsolen rechnen meiner Einschätzung nach immer im vollen RGB Bereich.
            Trotzdem kenne ich das Phänomen selbst von alten Konsolen, dass Spiele mit RGB teilweise sehr knackig aussehen.

            Meiner Meinung nach hat das folgende Gründe:
            – Wir kommen sonst nur am Computer mit dem RGB Farbraum in Kontakt. Für Videokasseten wurden die Farben im gleichen Format gespeichert, wie es von S-Video übertragen wird. Bei DVDs und Blu Rays im YCbCr Verfahren, bei dem die Farbinformation auf die Hälfte oder ein Viertel komprimiert werden. Durch Filme sind wir also an einen anderen Farbraum am Fernseher gewöhnt.

            – Die Spiele wurden hauptsächlich in Hinblick auf den NTSC Standard entwickelt.
            -> NTSC weist Farbtonfehler auf, während PAL stattdessen Farbsättigungsfehler und eine geringere vertikale Farbauflösung aufweist ( https://de.wikipedia.org/wiki/Phase_Alternating_Line ). Das könnte Auswirkung auf die Entwicklung des Spiels gehabt haben.
            -> In den NTSC Ländern war S-Video das höchste der Gefühle, RGB gab es nur bei Profiequipment.
            -> Die Entwickler hatten selbst vermutlich nur Zugang zu Composite und S-Video und haben die Farben knalliger gestaltet um den Farbverlust dieser Übertragungsverfahren auszugleichen.

            Dies sind aber nur Spekulationen meinerseits. In Deinem Fall könnte es auch mit dem Gamecube Kabel zusammenhängen, dass evtl. nicht das richtige für den gemoddeten N64 ist. Am besten einmal in einem Retrokonsole Forum nachfragen, welche Kondensatoren/Widerstände ein Kabel für einen RGB gemoddeten franz. N64 gebraucht werden.

          • Sehr gute Hinweise, vielleicht bau ich die bei Gelegenheit mal mit ein… vielen Dank!

            Was S-Video betrifft, evtl. irre ich mich bezüglich der Kompatiblität auch, aber ich hatte es in der Vergangenheit schonmal erlebt und mit meinem aktuellen Fernseher über SCART-Adapter auch… da geht S-Video nicht.
            Ansonsten, ja RF-Modulator hab ich tatsächlich untergraben – aber ich denke, das stört niemanden wirklich… erwähnen sollte man es aber trotzdem des Vergleiches wegen, hab ich wirklich übersehen.
            Was das RGB betrifft, gut möglich dass es so ist. Durch die Farbeinstellungen im XRGB-mini lässt sich das allerdings auch anpassen… wenns auch nicht so „original“ wäre wie mit nem korrekten Kabel. Weiter kenn ich mich da aber noch nicht aus…

  6. Oha, sehr, sehr interessanter Artikel, danke dafür!

    Ich bin schon seit Jahren unglücklich mit meiner eigentlichen Lieblingskonsole. Als ich meinen ersten HDTV kaufte, verlor ich wirklich die Lust diesen Pixelmatsch weiter über mich ergehen zu lassen. 2012 kam es dann, dass ich Händler bei ebay.fr nach den Modellnummern der angebotenen N64-Konsolen fragte, bis ich schließlich ein NUS-001 (FRA) fand, ersteigerte und an einen fähigen Modder von circuit-board.de übergab.

    Ich testete damals nicht nur 2 verschiedene RGB-Kabel (BigBen für Gamecube und Wolfsoft für SNES), sondern auch eine „Scart-nach-VGA Wandler/Scaler/Scanline Generator-Kombination“ für Retro-Konsolen. Ich war mit allem mehr als unzufrieden, schickte das Wolfsoft-SNES-Kabel und die Kombination zurück und begnügte mich mit dem (leider zu hellen) BigBen-Kabel. Ich rührte mein N64 für 1 1/2 Jahre nicht mehr an.

    2013 fasste ich neuen Mut und informierte mich bzgl. des perfekten RGB-Kabel für ein NUS-001 (FRA) mit RGB-Mod. Schließlich ließ ich mir von Kurzschluss_480Volt aus dem Circuit-Board eines maßschneidern. 😉 Hohe Qualität und ein absolut fairer Preis (im Gegensatz zu den heutzutage überteuerten originalen Nintendo Gamecube RGB-Kabeln, die übrigens ihrerzeit unterdurchschnittliche Wertungen einheimsten).
    http://circuit-board.de/forum/index.php/Thread/8084-Kurzschluss-480Volt-RGB-Scartkabel-und-Neuigkeiten/

    Tja, ich habe nun ein gemoddetes N64 und ein perfektes Kabel, doch die Bildqualität lässt an meinem LCD noch immer zu wünschen übrig – ich bin einfach noch immer nicht glücklich und spiele seitdem das meiste emuliert über meinen PC (per HDMI-Kabel am TV-Bildschirm) und teils sogar mit beeindruckenden Texturenpacks.

    Wie mir scheint, sollte ich vielleicht ein „wenig“ Geld in einen Framemeister investieren um den letzten Schritt zu meinem Glück zu gehen. 🙂

    Andererseits klingt das hier auch ziemlich vielversprechend:
    http://ultrahdmi.retroactive.be/

    Mhh, früher oder später wird mein gutes altes N64 schon wieder erstrahlen, egal ob mit HDMI-Mod oder Scaler-Vorrichtung. Dann brauche ich nur noch einen neuen Controller, dessen Stick nicht ausgeleiert ist. 😀

    • Danke für dein Feedback! Von den Kabeln von Kurzschluss hab ich schonmal was gelesen – da die Signale und Verarbeitungsgeräte allerdings wichtiger sind als das Kabel, hab ich mich bisher mit der „Original“-Qualität zufriedengegeben, wobei ein perfekt maßgeschneidertes Kabel bestimmt besser ist. Die Helligkeit lässt sich im Übrigen beim XRGB-mini sowohl durch die Farbeinstellungen (Helligkeit, Gamma, Schwarzlevel, etc.) als auch durch den A/D-Level beeinflussen – was letzterer genau tut hab ich aber noch nicht ganz herausgefunden… nur bemerkt, dass er die Farben besser auf dem Spektrum verteilt, wenn man ihn justiert.

      Für mich ist der XRGB-mini als Videoprozessor interessanter als ein HDMI-Mod, denn mit dem XRGB-mini kann ich z. B. auch die Wii/GameCube und andere potentielle Konsolen verarbeiten, während ein HDMI-Mod pro Konsole nötig wäre und die Lebensdauer sicher nicht verbessert 🙂 Aber das ist meine persönliche Meinung.
      Für die N64-Controller gibt es im Übrigen Sticks von Drittanbietern zum Nachbestellen – austauschen kann man mit Gamebit-Schraubendreher selbst. Gibt auch GameCube-Sticks für N64-Controller wenn man das mag. Viele Grüße!

      • Das Kurzschluss-Kabel empfehle ich insbesondere auch auf Grund des Preises, ich habe damals gerade mal ein Sechstel von dem bezahlt, was ein originales von Nintendo inzwischen bei ebay kostet – und das eben auch noch bei deutlich höherer Qualität. 🙂

        Joah, mit dem Bild von GCN/Wii/PS2 bin ich eigentlich ganz zufrieden, da ich alle per Component-Kabel anschließe, da bräuchte ich vorerst keine HDMI-Mod (bis irgendwann Fernseher auf dem Markt sind, die Component so schlecht verarbeiten, wie heutige SCART). So richtig unglücklich bin ich nur mit meinem N64.

        Danke für die Tipps mit den Control-Sticks, schaue ich mir mal an! 🙂

        • Der Hori Controller ist auch noch einen Blick Wert. Dabei handelt es sich um einen 3rd Party Controller, der aber als einziger 3rd Party Controller eine Lizenz von Nintendo erhalten hat. Er wurde nur in Japan verkauft und ist mittlerweile recht teuer.
          Dafür bietet er einen Analog Stick, der so gut wie nicht ausleiert. Der Stick ist vom Gefühl her etwas anders als der originale Stick. Man muss sich erst umgewöhnen, aber der Stick ist spitze.
          Der Heilige Gral ist der Hori Controller aber auch nicht, die Schultertasten, der Z-Knopf und das Steuerkreuz sind beim originalen Controller besser. Außerdem ist er für große Hände etwas klein.
          Dennoch möchte ich meinen nicht missen, seitdem spiele ich gänzlich unbeschwert, ohne weiter über Verschleiß nachzudenken.

  7. Supertoller Artikel, echt Wahnsinn, dass es noch so positiv bekloppte N64er gibt;)
    Ich bin auch wieder zurück von PS4, X1 und co zum geliebten N64.
    Ich bedauere wirklich diesen Pixelmatsch über Composite, habe mir dann von Ligawo einen Composite-HDMI Wandler geholt und war enttäuscht.
    Ich habe mir jetzt aus England ein vernünftiges S-Video Kabel bestellt. Ich hoffe zumindest auf ein wenig Besserung dadurch.
    Sollte ich diese S-Video nun nüber einen Scart Adaptern direkt in meinen Sony HX55 750 TV (hjat kein S-Video Eingan) hauen oder besser über Ligawos S-Video-HDMI Converter an meinem TV anschließen? Was meint Ihr?
    Den Weg über franz N64 und RGB Kabel habe ich erwägt, ist mir aber zu teuer, so oft zcoekn wir dann doch nicht mehr Goldeneye 😉
    Danke für Eure Tipps.

    • Ich wollte schon lang den nächsten Artikel dazu schreiben, hab meine Capture-Card derzeit leider verliehen und bekomme die erst demnächst wieder… 🙂
      Da wird es dann aber um Savegame-Backups gehen, zum Bild kann ich kaum noch etwas sagen, außer ein paar Infos aus den Kommentaren hier noch in den Beitrag zu übernehmen…

      Der Vergleich zwischen Composite und S-Video ist schon gigantisch, allein weil die Farben nicht mehr herumzittern sondern klar auf dem Bild liegen – auch die Kanten und Konturen sind sichtbar schärfer! Gut ich hab auch über 125% Sehschärfe (wenn auch nur mit Brille), daher viel mir das ganze Zeug auch auf…

      Was das Anschließen betrifft: Ich schätze mal (weiß es aber nicht genau), dass der Sony kein S-Video unterstützt und das Bild Schwarz-Weiß sein wird. Wenn das der Fall sein sollte, dann über den Ligawo Converter anschließen – wenn der S-Video als Eingang hat, dann kann der das auch. Das hatte ich im Artikel ja erklärt, warum das so ist…

      Also viel Glück dabei 🙂

      • Ja danke, aber mir geht es eher darum, ob man s-video über scart anschließen sollte oder besser über den converter auf hdmi? Schließlich sollen die internen skalierer der HDTVs ja ziemlich müllig sein. Geht beim konvertieren über den Ligawo viel Bildqualität verloren? Vermutlich kannst du das gar nicht beantworten, weil du es ja nicht machst;) ich berichte ggf dann mal von meinen Erfahrungen..

        • Ja, das musst du vermutlich selbst testen… richtig erkannt: ich kann dir nicht sagen, wie gut der Ligawo-Converter ist, da ich keinen habe (was beim XRGB-mini ja auch klar ist).
          Es kann eben nur sein, dass der HDTV das Signal nicht richtig erkennt, auch nicht über SCART-Adapter (habe ich bei mir getestet, indem ich S-Video per SCART-Adapter am HDTV angeschlossen habe – Ergebnis: Schwarz-Weiß-Bild).
          In dem Fall freue ich mich natürlich, von deinen Ergebnissen zu hören! Wer weiß ob der Ligawo-Converter besser als der HDTV ist oder umgekehrt – keine Ahnung 🙂 Ich kann mir vorstellen, dass er es ist, da er im Gegensatz zu HDTVs ja für das Upscaling von Spielekonsolen entworfen wurde (ich bin schon öfter über die Ligawo-Converter gestolpert) – aber sicher bin ich mir da nicht.

          Es gibt bei Hazard-City (dort wo der große XRGB-mini Test auch ist, auf den ich im Beitrag verlinkt habe) auch ne Passage zu Ligawo (http://retrogaming.hazard-city.de/ – recht weit oben), aber der kommt da gar nicht gut weg, was bei der Testkonkurrenz aber auch klar ist.

    • „Ich habe mir jetzt aus England ein vernünftiges S-Video Kabel bestellt. Ich hoffe zumindest auf ein wenig Besserung dadurch.“

      Wenn es von consolegoods.co.uk ist, unbedingt prüfen, ob es nicht ein Composite Kabel mit S-Video Stecker ist (siehe Artikel). Ich hatte dort vor Jahren 2 Kabel bestellt (2×11€) und beide waren Composite Kabel, konnte ich also gleich wieder entsorgen.
      Das war bei mir ganz einfach ersichtlich, denn am Nintendo Multi-AV Stecker waren nur 4 Kontakte vorhanden, echtes S-Video braucht mindestens 5 (Audio L+R, Audio L-R, Ground, Luma, Chroma).
      Siehe auch pinout: http://pinouts.ru/Game/n64video_pinout.shtml

      • Nochmal danke für den Hinweis, speziell auch mit dem Händler, wenn du negative Erfahrungen hattest.
        Guter Link im Übrigen, bei dem auch die Unterschiede zwischen SNES- und GameCube-RGB-Kabeln ersichtlich sind.
        Man kann das mit den „schlechten“ (also falschen) S-Video-Kabeln gar nicht oft genug sagen 🙂

      • na toll, genau da habe ich es bestellt 😉 angeblich soll das aber das richtige S-Video sein, obwohl es ein Doppelkabel, also auch mit composite ist.
        Du dämpfst meine Erwartungen enorm 🙁 das S-Video alleine war aber nicht auf Lager und das Doppelkabel (Composite & S-Video) soll angeblich wirkliches S-Video Signal können laut Robert (Seiteninhaber)
        berichte dann von den Erfahrungen.

        • Ok, jetzt habe ich verstanden, allerdings kann man ja schwer in den Nintendo Multi-AV Stecker reinschauen, den ich geliefert bekomme. Kannst Du vielleicht irgendwie (oder am besten Adrian) ein vernünftiges Kabel als Bild hier im Blog veröffentlichen, was dann für Interessierte zum Abgleich dienen könnte? Wäre doch ne gute Idee.
          @Adrian: bitte meinen anderen, mich als Idiot entlarvenden, Kommentar direkt löschen 😉

          • Äh, es spricht doch nichts dagegen, wenn man aus einem Fehler nachvollziehbar lernt, oder? 🙂 Niemand ist hier ein Idiot, schon gar nicht, wenn man aus Fehlern lernt!
            Ansonsten hab ich ein Bild von einem guten S-Video Kabel im Beitrag mit drin (das Lilane!), dabei auch den Hinweis, dass ich das bei Wolfsoft bestellt habe. Ist dort etwas teurer, wird aber extra angefertigt und sitzt goldrichtig…

          • Übrigens habe ich direkt mal Robert von Consolegoods angeschrieben. Er hat auch (nicht beleidigt) ehrlich geantwortet. Ich will das jetzt hier nicht zitieren, aber nur so viel, er hat nicht abgestritten, dass vor etwa 2 Jahren ein paar solcher schlechter Kabel verkauft wurden. Das wäre aber garantiert nicht mehr so. Die aktuellen sollen jedenfalls richtiges S-Video-Signal liefern.
            Abwarten… 😉

          • Du musst nicht in den Stecker schauen, es reicht, die Kontakte am Stecker zu zählen.
            Mein erstes S-Video Kabel war auch ein S-Video/Composite Doppelkabel (aber nicht bei consolegoods gekauft, weiß nicht mehr wo).
            Das konnte zwar echtes S-Video, aber das Composite Signal schien vom S-Video Signal abgeleitet worden zu sein, denn der CVBS Kontakt fehlte am Stecker.
            Es hatte zwar keinen Schachbrett-Effekt wie wenn das Composite Signal an beiden S-Video Pins anliegt, dafür aber einen Regenbogenfarbeneffekt, d.h. bei Konturen waren Farbverläufe zu sehen, die nicht dahin gehörten.

            Ich drück die Daumen, dass dein Kabel aber eine gescheites ist.

          • Also teste gerade das Kabel und bin zufrieden, Bild bei goldeneye sieht ziemlich klar und scharf aus, in jedem Fall besser als composite! Scheinen also mittlerweile gute Kabel zu verkaufen, war innerhalb einer Woche da, wer nicht 30 Euro ausgeben will, kann hier zuschlagen;)

  8. naja eine kurze Recherche hat aber ergeben, dass gar kein S-Video Stecker mit mehr als 4 Pins (plus das Plastikding in der Mitte) in irgendeinen S-Video-Anschluss passt. Verstehe die Anmerkung von Dir also nicht so genau. Naja abwarten, was sich passiert 😉

  9. Hey there!
    Those oblique lines with the SNES cable are jailbars, not sure you’re writing it this way because of Google Translate but, oh well 🙂 All my consoles are patched now so it’s not a problem anymore 😉 Cheers!

    • Hey Captain! Thanks again for your N64 from eBay – I still love using it!
      Well I did not know the term „Jailbars“, but that seems to describe it.
      But when you patched your consoles now, does that mean that you added some extra hardware to the modded consoles? Wouldn’t that be a less „official“ modification? Curious 🙂
      Best regards!

      • Hey Adrian 🙂
        Can’t go into depth as I have lot’s of competitors but the mod part is exactly the same. Patch only corrects this problem with snes cables (original or 3rd party – on few newer flat TVs) and xrgb mini (with old firmwares and/or passive cables from retrogamingcables.co.uk).
        There’s a dude once (maybe you ?) who had issues, he returned his console for checking as he had jailbars (oblique lines), even bought a console to another seller and experienced the exact same problem with his console. Now, just imagine it was working perfectly from the beginning. It saves a lot of hassle ^^

        • Hey Captain!
          Heh, yeah, it was me that returned the console because of the jailbars 🙂
          And then I found out (after you returned it to me) that I do not have jailbars when using a GameCube RGB Cable. I did not know why at that time, but you know it was disturbing for me…

          Of course I understand that you cannot talk about the details of your patch – that is very fine!
          Nevertheless, I am very very excited that you found a solution for the problem I initiated about a year ago with the jailbars! That is amazing!
          I still have both modded RGB consoles, yours and the one of the competitor as a backup (we both know, these consoles are rare and I guess safe is safe) – the one that is seen in this post is yours of course, and I also said something about your good customer service in this post.

          I think that all readers here now know why I praised you in my post – I mean, I bought a console some time ago from you on eBay and though I wrote in another language about (among other things) your modded console, you found my post, twittered about it some time ago (yeah, Google knows everything) and also replied that you solved the jailbars-problem I even discussed with german mates in the comments here too (which brought up for me that the SNES and GameCube cables are different). The world is small sometimes. Thanks for your support! Amazing! I can highly recommend 😉

          Best regards!

          • Thanks for all the love, it’s much appreciated 🙂
            No jailbars with GC SCART cable was correct. I think it’s the main reason why it’s praised.
            Have you tried Frappe Snowland (Flower Cup) in Mario Kart 64 without the xrgb, with GC SCART ?
            Try it for fun, hehe 😉

  10. also ich würd irgendwo ganz unten noch son kasten machen wo du zusammenfasst was man nur machen muss um das perfekte bild zu kriegen.. und die 2.beste möglichkeit! manche suchen ja nur das und wollen gar nich wissen warum das jetzt besser läuft! sonst! – Kompliment.. selten so etwas sauberes gutes im internet gefunden! hab leider noch keine zeit dafür und hab auch andere projekte im kopf! aber hab die seite gespeichert! weiter so! 😉

    • Guter Hinweis, hast du völlig Recht mit, dass ne Zusammenfassung mit der Essenz fehlt!
      Pack ich mit auf die Liste, was ich an dem Artikel noch anpassen muss, sind ja einige Details in den Kommentaren zusammengekommen, habe nur wenig Zeit aktuell.
      Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

    • Kann leider im Detail nicht so viel zu sagen, habs mir aber mal über Google-Suche mit näheren Infos angeschaut.
      Also günstig ist das Ding auch nicht, ich hab Preise zwischen etwa $170 – $280 gesehen… für einen Umbau einer vorhandenen N64 Konsole!

      So, das UltraHDMI hat nun einige Vor- und Nachteile (Vorteile + und Nachteile -):
      + N64 kann direkt per HDMI an den TV/AVR angeschlossen werden, keine Zwischengeräte wie der XRGB-mini nötig
      + RGB-Qualität ist echt exzellent, sicherlich noch einen Tick besser als mit dem XRGB-mini, weil der UltraHDMI-Mod ja exakt auf den N64 zugeschnitten ist
      + Viele Einstellungen über ein OnScreen-Menü erreichbar, z. B. die Bildschärfe, Scanline-Modi (auch ohne Scanlines), sieht gut aus
      + Günstiger als der XRGB-mini.
      + Wenn man nur den N64 umbauen will bekommt man hier vermutlich das insgesamt beste Bild raus, weil es direkt im N64 abgegriffen wird und nicht noch über analoge Kabel in ein anderes Gerät über mehrere Stecker wandert, die Störungen verursachen.
      – Teurerer Umbau als nen normalen französischen RGB-N64, den man ja für etwa 70€ – 80€ bekommt (wobei man dann noch nen korrektes RGB-Kabel braucht).
      – Nur der N64 ist umgebaut, der XRGB-mini unterstützt alle Formate und kann auch die Wii, SNES, GameCube, PS, XBOX und auch alle HDMI-Geräte und auch sonst fast alles verarbeiten, wenn man also auch andere Konsolen hat, besser ein Universalgerät nutzen als einzelne Konsolen umzubauen.
      – Der N64 wird echt stark modifiziert, wie gut das für die Lebensdauer ist oder nicht, keine Ahnung, aber es ist so oder so kein „echter“ N64 mehr, der modifizierte französische N64 ist ja nur um fehlende Bauteile ergänzt, d. h. der französische N64 kommt ohne Extra-Chipsätze (die ja auch zusätzlichen Strom brauchen) und ist damit noch eher als Original-N64 zu sehen. Ob das nen echter Grund ist, keine Ahnung, denn das Bild vom UltraHDMI ist auch echt net schlecht.
      – Mit richtig eingestelltem XRGB-mini ist der Unterschied aber nicht sehr groß und man kann auch dort beinah alles so einstellen wie mit dem UltraHDMI, das eine hat hier ne Einstellung mehr das andere da ne Einstellung mehr, also wenn man nen XRGB-mini schon hat lohnt sich nen Umbau mit UltraHDMI definitiv nicht.

      Mein Senf dazu, also ein cooles Teil würde ich sagen, hat definitiv seine Daseinsberechtigung, ist exakt auf den N64 zugeschnitten – ist ne Frage, was man persönlich will, aber die letztendliche Bildqualität ist relativ ähnlich „sehr gut“ meiner Meinung nach.

  11. Hallo Leute,
    ich bin im Besitz einer NUS-001 EUR.
    Diese habe ich damals auf 125 MHz übertakten lassen.
    Zusätzlich einen RGB-Umbau tätigen lassen.
    Den normalen RAM durch das Expansion Pak ausgetauscht.
    Die Verbindung zum TV wird durch ein original GameCube RGB-Kabel gewährleistet.
    Als Fernseher habe ich mir allein fürs spielen, da ich „Retro-Gamer“ bin und ausschließlich N64 & PS2 besitze, einen Sharp LED HD-Ready (max. 1366×768 Pixel) angeschafft.

    Im Einzelspieler-Modus laufen die Spieler etwas schneller.
    Im Mehrspieler-Modus dagegen einen sehr guten Ausgleich was das flüssige Gameplay angeht, keine Ruckler mehr.
    Das Bild ist im Vergleich zum Standard sehr viel und erkennbar schärfer, volle saftige Farben noch dazu.

    Ich will einmal von mir behaupten ein sehr pingeliger Mensch zu sein. Ich bin diesen Weg gegangen und kann euch mit Recht versichern, dass diese Kombination sich in jeder Hinsicht sehen lassen kann!
    Allerdings hat diese Richtung seinen Preis! Ohne großartig aufzählen zu wollen, ich habe allein für das RGB-Kabel, nagelneu, satte 100 € hingeblättert…
    Um die Langlebigkeit zu gewährleisten, lege ich nach 60 Minuten immer minimum 15 Minuten Pause ein. Da die Konsole selbst durch die 2 zusätzlichen Aktivlüfter dennoch heiß wird und die Modifikationen selbst einen höheren Verschleiß bedeuten.
    Durch diese Maßnahmen ist meine Konsole im Gesamten 20 Jahre alt und sie läuft und läuft und läuft…

    Mögen unsere alten Konsolen auf Ewig leben, in diesem Sinne!

  12. Hallo!

    Ich habe mir auch deinen Beitrag durchgelesen, wirklich sehr informativ und gut zusammengefasst! Ich habe immer überlegt ob ich mir ein franz. N64 zulegen soll. Nach deinem Beitrag hab ich mir vorhin gedacht ich mache es endlich mal, und habe auch bei captainmvs zugeschlagen da du ihn ja sehr empfohlen hast 🙂 Komplettes N64 mit Stromadapter.

    Eben habe ich dann noch was gelesen in deinem Beitrag von „Jailbars“ die da wohl mal aufgetreten sind … kannst du mir vielleicht kurz erklären was da genau los war (also was sind Jailbars?) und wie diese zustande kamen? Von dem was ich hier gelesen habe scheint das Problem aber nun inzwischen behoben, sprich die Konsole die er mir zusenden wird hat das Problem dann nicht mehr?

    Ausserdem hab ich noch eine Frage zu dem N64-RGB-Kabel welches man am besten verwenden sollte:

    – Ich habe damals unter glücklichen Umständen als ein Geschäft sich in unserer Stadt aufgeösst hat vor Jahren 2 GameCube-RGB-Kabel für jeweils 5 Euro mitnehmen können, dachte mir damals man weiss ja nie ob man die noch mal brauchen kann zu dem Preis 😉 Von dem was ich bei dir gelesen habe ist das auch gut geeignet um es für das fanz. RGB-N64 zu verwenden. Ich habe noch folgendes beim ebay-angebot von captainmvs gelesen:

    „If you’re playing on an old CRT TV, use any cable as long as it’s RGB (I recommend Gamecube).
    If you’re playing on an LCD/LED/Plasma TV, I recommend an SNES video cable as Gamecube’s is a bit brighter.“

    Ich werde an einem LED-TV die Konsole anschliessen. Direkt am Scart-Eingang der RGB unterstützt. Also sollte ich doch besser ein SNES-RGB-Kabel verwenden? Oder wie sind dort deine Erfahrungen? Kann ich dann ein SNES-RGB-Kabel verwenden welches extra angepasst wurde für das SNES damit das RGB-Signal auch korrekt ankommt? ich habe da eines von kurzschluss aus dem Circuit-Board damals bekommen. Oder muss es ein „offizielles“ RGB-Kabel von Nintendo für das SNES sein? Glaube die gab es ja auch in Japan oder so …?

    Danke für Deine Hilfe und Antwort! 🙂

    Gruß
    Andreas

    • Hi Andreas,

      also: das mit den Jailbars waren so schräge Linien, die etwas dunkler bzw. heller als der eigentliche Farbton waren, das hat so etwas geflimmert und „Jailbars“ sagt man wohl deswegen, weil das wie so Gefängniszellenstäbe aussieht, aber halt schräg in meinem Fall. Captainmvs hat sich das angeschaut weil ich der erste war der das bemängelt hatte und seinen Mod wohl verbessert laut seiner Aussage (die er im übrigen ja hier getroffen hat paar Beiträge weiter oben :D) Also angeblich sind die Jailbars weg, aber ich kanns leider net überprüfen 🙂 Ich hab noch die „alte“ Variante. Das macht aber nix, denn das GameCube Kabel hat das Problem nicht, nur das SNES Kabel.
      Warum? Dazu wurde auch in den Kommentaren diskutiert: Liegt daran, dass im SNES Kabel Kondensatoren fehlen, die im GameCube Kabel drin sind. Die Kabel sind unterschiedlich gebaut. Dadurch leicht anderes Farbverhalten (GameCube Kabel ist heller, säuft net so ab im Dunklen, dafür ist das SNES Kabel gedämpfter und net so grell), was aber Geschmackssache ist. Ich sags mal so: Mit dem GameCube kabel gehts auf jeden fall ohne Jailbars. Mit dem SNES Kabel solls mit dem neuen Mod von Captainmvs jetzt auch gehen, ist halt dunkler und bei anderen RGB-N64 kanns Jailbars geben weil eben in dem Kabel Kondensatoren fehlen (fehlen net wirklich, der SNES hatte sie eingebaut, der Gamecube eben nicht sondern im Kabel stattdessen…).
      Btw wenn du nen gebautes RGB Kabel von kurzschluss hast, glaube das ist so das Nonplus-Ultra was man haben kann, hab ich schon öfter gehört… ich hab keins, also das sollte garantiert gehen 🙂

  13. Also ich bin seit längerem auf der Suche nach einee Möglichkeit meine Retro Spiele auf einem Flachbild in guter Qualität zu spielen und denke der Framemaster ist dafür die beste Wahl.

    Jetzt brauche ich aber erstmal einen neuen Fernseher und frage mich ob ich beim Kauf auf etwas bestimmtes achten muss. Sind alle HD oder UHD gleich geeignet für den Framemaster bzw. Zum retro spielen? Was sollte der Fernseher aufjedenfall haben. Sieht auf einen 55er Zoll Fernseher das Bild noch scharf aus und wird voll ausgefüllt?

    • Meines Wissens nach ist auch der Framemeister das Gerät der Wahl – skaliert allerdings „nur“ bis 1080p hoch, das heißt bei nem UHD Fernseher übernimmt der Fernseher den Rest bis auf 4k.
      Das macht aber nichts, denn man kann den Framemeister auch nur bis 720p zB auf nem HD Fernseher einstellen und vom Fernseher auf 1080p hochskalieren lassen.
      Der Effekt ist dann, dass das Bild nicht ganz so kantig wird sondern etwas weicher – es kann also erwünscht sein, das Bild vom Fernseher den Rest hochskalieren zu lassen.
      Btw glaube ich, dass kein UHD Fernseher Probleme mit 1080p Material hat. Im Gegenteil, damit kommen die sicher alle super klar. Wenn du den xRGB-mini vor den Fernseher schaltest, ist jeder Fernseher geeignet, weil der xRGB die Arbeit macht.
      Scharf ist das Bild auf jeden Fall – soweit 288p auf 1080p bzw. 2160p (vom Fernseher) hochskaliert als „scharf“ bezeichnet werden kann 😀 Die Kanten sollten ziemlich scharf sein, schärfer bekommt man sie nach dem aktuellen Stand der Technik zumindest nicht.
      Das Bild wird im Standardsetting nicht ganz voll ausgefüllt, was aber am N64 Spiel jeweils liegt (manche Spiele wie zB Banjo Kazooie haben nen kleineres Bild als zB Banjo Tooie was nen größeres hat bis zum Rand beinah). Liegt am jeweiligen Spiel – ABER der xRGB-mini bietet Einstellungen zum Zoomen, sodass du jedes Spiel Bildschirmfüllend hinbekommst – selbst 4:3 kannst du auf 16:9 strecken, wobei das eigentlich Unsinn ist weil alles gezogen wirkt und man bei sowas besser mit schwarzen Seitenbalken spielen sollte ohne das Bild zu verzerren… aber das geht alles!

      • Meine Frage hierzu: Mein TV im Schlafzimmer macht Probleme das RGB-Signal von meinem SNES korrekt darzustellen (nur wilde bunte Farben werden angezeigt, bei einem anderen Spiel kommt noch das Nintendo-Logo, danach nichts mehr, ausser Ton geht und ich kann auch in den Menüs was verstellen). RGB kann der TV aber empfangen, 3 andere TVs machen keine Probleme. Vielleicht ist auch die Scart-Buchse defekt… jedenfalls könnte ich einen anderen TV mir kaufen, oder aber folgendes bis mein N64-FRA ankommt wo ich befürchte die gleichen Probleme zu haben:

        Meine Lösung die ich mir nun dachte wäre ein Gerät wie der Famemeister, aber der ist mir dann doch definitiv viel zu teuer!

        In den FAQ von Captainmvs steht folgender Umwandler verlinkt:

        https://www.amazon.co.uk/gp/product/B00W9DJMNC/ref=s9_simh_gw_g23_i1_r?ie=UTF8&fpl=fresh&pf_rd_m=A3P5ROKL5A1OLE&pf_rd_s=desktop-1&pf_rd_r=JZK3FE20E1A68NZCHV7F&pf_rd_t=36701&pf_rd_p=026d359a-cb34-4790-9249-ec9f152ee8e2&pf_rd_i=desktop

        Ist das im Grunde dasselbe wie der Framemeister, nur mit viel kleinerem Funktionsumpfang? Du hast ja ein paar Geräte weiter oben getestet. Meinst du mit der Flylink-Box die Captainmvs auch beschrieben hat erhält man nur ein ungenügend gutes Ergebnis?

        Meine Ansprüchen würde genügen ein ähnlich gutes Bild zu erhalten als wenn ich das N64-FRA direkt an meinen TV über die Scart-Buchse anklemmen würde, was bei dem TV leider nicht geht im Moment … denkst du diese Flylink-Box würde hier ausreichen? Ein Bild wie durch den Framemeister erwarte ich nicht!

        • Ja, manche Fernseher haben Probleme mit analogen Signalen – woran das beim konkreten Modell dann liegt, puh… häufig wird das Signal des N64 als zu schwach empfunden (der sendet offenbar nicht sehr starke Signale) und als Rauschen misinterpretiert – ich hatte das Problem mal bei einer älteren TV-Karte im PC, dass der den N64 über Composite nur kurz ein paar Bilder angezeigt hat und dann nur noch Ton zu hören war – zu schwaches Signal. Da kann man leider nix machen außer nen Verstärker zwischenschalten oder am besten gleich hoch auf digitales HDMI gehen (warum ein störanfälliges, analoges Signal verstärken, wenn man es digitalisieren kann? Genau!).

          Ja, Upscaleboxen gibt es auch so günstige wie du hier eine verlinkt hast – es gibt auch die LIGAWO Converter oder ich hab was von Andoer gefunden bei Amazon, ob das alles was taugt ist die andere Frage…
          Zu Ligawo, der etwa doppelt so teuer ist wie der Flylink den zu verknüpft hast gibt es nen Review auf http://retrogaming.hazard-city.de/ (such mit Strg+F nach Ligawo bis zu bei den beiden Absätzen bist).
          Also: Diese billigen Scalerboxen tun ihre Aufgabe, wandeln das Signal um, skalieren es hoch, machen dabei nen halbwegs ordentlichen Job. Wer nicht viel Geld ausgeben will ist damit sicher schon gut beraten. Ob ein besseres Bild als über den Fernsehr drin ist, hängt vom Fernseher ab – meistens wird es besser sein vermute ich, besonders dann wenn der Fernseher wie deiner das Bild gar nicht erst erkennt, dann kommst du um so einen Converter nicht durm herum 🙂
          ABER ACHTUNG: Der Ligawo und mit Sicherheit auch der Flylink machen beim N64 falsches Deinterlacing, sprich sie erkennen das progressive Signal nicht korrekt und machen ein Deinterlacing. Wie fast jeder Fernseher und mein AV-Receiver und meine Capture-Card auch. Nur der Framemeister bei mir zumindest und einige Fernsehermodelle bei denen man wohl einfach Glück heutzutage haben muss, machen es richtig und erkennen das Signal korrekt. Diese Umschaltboxen wohl nicht. Was das bedeutet, hab ich im Artikel schon geschrieben. Wenn du damit leben kannst oder es dir gar nicht mal auffällt, dann nimm die Converterbox! Es macht schließlich keinen Sinn, Geld für ein teures Gerät wie den Framemeister auszugeben, wenn du selbst keinen Unterschied zum billigen Converter sehen würdest oder dir der Unterschied zu gering ist. Für 20-30€ so ne Box finde ich okay, nur wie gesagt macht sie aller Wahrscheinlichkeit nach Deinterlacingfehler… du kannst natürlich bei Captainmvs nachfragen, ob er das wüsste 🙂

          Vielleicht hast du auch Glück und die Box macht es korrekt, ich wage es aber zu bezweifeln, wissen tu ich es aber nicht. Nur glaube ich eben nicht, dass eine 20-30€ Box so gute und korrekte Signalverarbeitung wie eine 400€ Box hat 🙂 Nicht bei Faktor 20x im Preis. Bei Faktor 2-3 schon viel viel eher, aber nicht bei 20… ist aber echt nur ne Vermutung!

  14. Also wenn ich jetzt einen 55Zoll UHD Fernsehr kaufe und mein N64 oder mein SNES über den Framemaster laufen lasse bekomme ich ein gutes Vollausgefülltes Bild das sich mit einer Röhre messen lassen kann?

    • Ob dir das Bild so gefallen wird wie auf ner Röhre kann ich dir nicht versprechen, denn es ist schlichtweg keine Röhre, aber du kannst es unter anderem mit Scanlines über den Framemeister Röhrenähnlich wirken lassen. Vollausgefüllt je nach Spiel wird es auch soweit sein, aber du wirst vermutlich nie eine Vollausfüllung wie bei Xbox One oder PS4 Titeln bekommen, bei denen jeder Pixel angesprochen wird, denn schließlich skalierst du ein analoges Signal rauf und die meisten N64 Spiele sind 4:3, was links und rechts schwarze Balken impliziert. Bei den wenigen 16:9 Spielen, die es gibt, kann es aber auch sein, dass irgendwo ein bisschen schwarzer Rahmen oder Rand noch vorhanden ist, je nachdem wie du zoomst und wieviel du selber dann auch vom Spielbild wegschneidest beim zoomen. Einige Spiele bieten im Spiel selbst das skalieren und strecken des Bildes an, Banjo Tooie z. B. erlaubt das, dann kommst du mit dem Spiel sehr nah an eine Vollausfüllung heran, aber auch hier nicht pixelgenau, denn der N64 rechnet schlichtweg nicht in 1080p und kann von sich aus die Pixel nie selbst korrekt ansteuern – das macht der Framemeister beim hochskalieren und das beeinflusst ja nicht die Renderauflösung des N64 – sprich es geht hier einfach nicht perfekt, aber wie gesagt kannst du zoomen und strecken und es selbst sehr nah dran bringen bzw. abschneiden vom Bild. Wie das 1080p auf UHD (2160p) wirkt, kann ich auch nicht sagen, aber ich gehe davon aus, dass es gut aussehen wird – ich hab selber leider noch keinen UHD Fernseher.
      Bedenke auch, dass für das optimale Bild von SNES und N64 ein RGB-Kabel benötigt wird, beim SNES gibt es das, beim N64 braucht es den Umbau bzw. den Kauf eines Modifizierten wie im Artikel beschrieben, aber der Framemeister macht auch bei Composite ne gute Figur, wenn auch das Format einfach nicht besser kann, aber ich wiederhole mich hier aus dem Artikel 🙂

  15. Ja danke. Meine Sorge war nur das es schlechter aussehen wird als auf ner Röhre an einem 55Zoll Flachbild im Bezug auf der Auflösung nicht das Bild allgemein, das ist ja Geschackssache. Aber so wie ich das rauslese schafft es der Framemaster in sehr guter Qualität auf den Fernseher. Also ein extremer Unterschied zum normalen Scartanschluss auf einem HD/UHD?

    • In meinem Fall ein riesen Unterschied – über den SCART-Anschluss bei meinem LG-Fernseher hatte ich verwaschene und in ineinander verlaufende Farben, unscharfe Kanten und Farbflimmern sowie falsches Deinterlacing. Mit dem Framemeister hab ich sauberste, knackige Kanten, keinerlei Farbverläufe über die Kanten mehr (also sauber getrennte Farben) und auch keinerlei Flimmern ausgenommen eines minimalsten Rauschens was bei analogem Anschluss zwischen N64 und Framemeister schlicht unvermeidbar ist (sehe ich aber nur wenn ich den Kopf vor den Bildschirm halte). Also für mich war es ein großer Unterschied bezüglich der Bildqualität.

  16. Hey Adrian!

    Ich habe mir wie zuletzt erwähnt so eine „billige“ Box gekauft die ich verlinkt hatte. Laut retrogaming.hazard-city.de sollte diese von den günstigen China-Boxen nochdie „beste“ sein… Aber anscheinend gibt es hier auch verschiedene Versionen von, ich zähle wohl zu denen wo die Box eine absolute Katastrophe ist …

    – Die Box hat das Bild nicht mittig auf dem Bildschirm gebracht, ausserdem wurden Bildinhalte an der rechten Seite abgeschnitten. Da half auch keine Umstellung auf andere Formate wie 720p- oder 1080p-Ausgabe an der Box.
    – Nach ca. 10-15 Minuten fing die Box an in unregelmässigen Abständen das Bildsignal abzuschalten. Das blieb dann manchmal nur ein paar Sekunden weg, manchmal auch eine halbe Minute …

    Jedenfalls alles Gründe dass ich das Dinge heute direkt wieder zurück zur Post gebracht habe!

    Nun würde ich eigentlich auch gerne so einen Framemeister mir zulegen …. jedoch ist dieser Preis einfach viel zu hoch ….. bis so ca. 300 € würde ich vielleicht noch ausgeben wollen, aber wenn ich über die Solaris-Japan-Seite schaue, dann geht es da ab 330 Euro los (was ich vllt noch gerade so machen würde), dann besteht aber die Gefahr dass der Zoll das Paket abfängt. Dann wäre ich ganz schnell bei fast schon 400 (!!) Euro.

    Wo hast du deinen Framemeister gekauft, auch bei Solaris? Und hast du dort die Variante genommen die direkt aus Japan versendet wird, oder die „Tax-Free“-Version wo dann von einem Zwischenhändler aus München verschickt wird?

    Achso und noch eine technische Frage: Ich habe irgendwo meine ich gelesen (weiss leider nicht mehr wo genau müsste ich noch mal suchen) dass der Framemeister zwar Composite oder S-Video-Signale annehmen kann (sind ja auf der Gerätefront auch zu sehen die entsprechendene Anschlüsse), aber dass dort NICHT die Pal-Versionen mit 50 Hz funktionieren, da muss es dann wohl zwingend RGB sein… Stimmt das, oder veralterte Info?

    Weil ich habe noch das NES und das kann ab Werk aus ja nur maximal Composite. Und bevor ich mir da auch eine gemoddete Konsole kaufe (wo diese Mods nicht mal „offiziell“ sind wie die für das N64, hier war ja schon von Nindendo alles vorbereitet) würde ich das NES gerne am Framemeister über Composite laufen lassen … geht das, oder doch nur mit NTSC-Konsolen? 🙁

    • Hi Andreas!

      Wow also deine Erfahrung mit dem „billigen“ Converter sprengt nun aber meine schlimmsten Befürchtungen – das geht ja gar nicht. Hätte ich wie du auch gleich zurückgeschickt…
      Echt bitter. Das hätte net sein müssen finde ich, wenn man nicht so viel Geld ausgebe will, sollte es eigentlich ne Lösung geben.

      Vielleicht tut es ja auch ein etwas teurerer Converter wie so einer von Ligawo, aber nach deiner Erfahrung jetzt klingt das auch nicht nach einer super Lösung. Aber nen Versuch wäre vielleicht drin, sofern Amazon dann nicht das Konto sperrt weil man „so viel“ zurückgesendet hat – aber das ließt du besser in anderen Newsquellen nach wie Amazon mit dem gesetzlich (genau wegen solcher Dinge) vorgesehenen Widerrufsrecht mit Kunden umgeht. Nunja… anderes Thema.

      Der xRGB-mini. Ich stand vor dem gleichen Problem. Ich hab den (wie im Artikel beschrieben) bei Wolfsoft gekauft – damals für knapp 400€ – inzwischen steht der Preis bei 444,44€ (hab ich grad nachgeschaut).
      Das Problem, wie du bereits erkannt hast, ist, dass auf die 330€ von Solaris-Japan noch Zoll draufkommt, dazu musst du dir ein Euro-Netzteil kaufen weil das japanische hier nicht geht UND du brauchst ein für den Euro-Raum modifiziertes RGB-Adapterkabel für den xRGB. Ich hatte dazu irgendwo weiter oben schon was geschrieben, die bekommt man bei Retrogamingcables.co.uk (muss man auch importieren). Das YUV-D-Terminal Kabel sollte man beim xRGB auch gleich mitbestellen damit man z. B. auch Componenten-Kabel wie bei der Wii anschließen kann, sonst fehlt eine Anschlussmöglichkeit. Dann gibts noch das Klebeoverlay für die japanische Fernbedienung.
      Also du siehst, ich bin auch mit 410€ (mit Klebeoverlay) hingekommen, hab es aber mitunter deshalb bei Wolfsoft hier in Deutschland bestellt, weil ich dadurch Gewährleistung vor Ort habe / hatte (weiß nicht mehr genau, die 6 Monate sind auf jeden Fall herum). Wenn was gewesen wäre mit dem Gerät, hätte ich es hier bei nem Händler vor Ort unkompliziert tauschen / reparieren whatever lassen können. Wenn dein Import nen Problem hat, wirds kompliziert, weil der dann nach Japan zurückgeschickt werden darf bzw. wie das mit dem Münchner Händler laufen würde weiß ich nicht – ist mir neu… aber wie gesagt, du brauchst so oder so noch nen Euro-Netzteil und Euro-RGB-Adapter.

      Bedeutet, mit 300€ kommst du mit dem xRGB-mini nicht hin, außer du findest vllt. nen Gebrauchten… an dem Punkt würde ich aber sagen, wenn du bis 300€ bereit bist, sollten 444,44€ auch noch drin sein, wenn auch mit einigen Schmerzen, aber sie sollten drin sein und dann hast du Ruhe und Frieden. Zumindest ich habe sie seitdem 🙂 Aber es ist deine Überlegung, du kannst auch den Ligawo-Converter erst probieren!

      Was die Technik betrifft: PAL mit 50 Hz geht auf jeden Fall. Das hat nix mit RGB zu tun, war vllt. ne veraltete Info, weiß nicht – aber es ist nicht korrekt. Ich hab in den Videos oben unter anderem am xRGB-mini Composite und S-Video vom N64 angeschlossen – und zwar in PAL 50 Hz. Das geht auf jeden Fall! Du kannst auch NTSC mit 60 Hz anschließen. Wie und wo, ob Composite, S-Video, RGB (über den Euroadapter), Composite (über das D-Terminal-Kabel), HDMI – völlig egal ob PAL, NTSC, 50 oder 60 Hz – der frisst das alles. Du kannst ihn im Output zwischen 480p50, 480p60, 720p50, 720p60 und 1080p50 sowie 1080p60 beliebig umschalten. Das ist ja das schöne an dem Gerät – es hat bisher wirklich alles gefressen, egal ob es nen PAL N64 Spiel, nen NTSC N64 Spiel aufm PAL N64, nen PAL Wii Spiel, nen PAL GameCube Spiel über Wii, mit Halbbildern, mit Vollbildern, whatever war – hat er immer alles gefressen. Eventuell musste man die Einstellungen anpassen und absichern auf microSD (damit man sie dann schnell laden kann) und dann halt umschalten kann, aber ist egal – auch ne Wii U über HDMI schleift er einfach durch ohne dass man merkt dass der xRGB zwischengeschaltet ist (wäre net nötig, aber wenns geht, gehts halt :D)…

      Also da kann ich dich beruhigen! Wenn das Bild iwie flackert (hatte ich bei NTSC Spielen über PAL N64) dann gibts Settings (konkret A/D Level war das in dem Fall) mit dem kriegt man das wieder zum Laufen. Also das geht garantiert. Vor allem weil es auch Softwareupdates immer wieder mal gibt, die Bugs die es früher gab ausbügeln – sprich ich erinnere mich auch dass es da früher mal Probleme mit PAL 50 Hz gab jetzt wo ich drüber nachdenke (hab ich gelesen aber selbst nie erfahren weil ich den net seit Beginn habe), aber seit einigen Firmware-Versionen ist das Geschichte – wirklich! Auch daran erinnere ich mich das nachgelesen zu haben dass das behoben wurde! 🙂

      Also gut, wie gesagt, geht alles, egal ob NES an Composite oder N64 an RGB oder wasweißich 🙂 Aber es hat halt leider seinen Preis… das muss man einfach sagen…
      (Ich muss zugeben, ich bin schon begeistert von dem xRGB, auch wenn er so teuer ist, aber er kann einfach alles… okay das Umschalten ist etwas arg langsam und die Fernbedienung nicht die Reichweitenstärkste und die Menüführung an manchen Stellen etwas arg Oldschool und die Einstellungen muss man etwas ausprobieren, aber was dann die Fertigkeiten betrifft gibts einfach nichts zu mäkeln.)

      • Ja dass Composite oder S-Video auch am xRGB-Mini laufen hört sich sehr gut an! 🙂 Ich muss noch mal schauen auf welcher Seite ich davon gelesen hatte … oder aber das war eine Info zum OSSC und das verwechsel ich jetzt … in den letzten Tage habe ich so viel zu dem Thema gelesen und den verschiedenen Modellen, da kann man schon mal was durcheinander werfen ^^‘ Für mich ist das wichtig, auch dass man ein HDMI-Signal durchschleifen kann. Ich habe an meinem AV-Receiver nämlich keinen HDMI-Platz mehr frei, so kann ich den nutzen wo auch meine Wii U dran hängt, um so diesen Port für alle Konsolen, sprich den Framemeister dann, zu verwenden 😉

        Folgende Infos habe ich aus diesen Seiten her bezogen: (Links kannst du ja entfernen falls nicht erwünscht im Kommentarbereich)

        https://circuit-board.de/forum/index.php/Thread/19351-Fragen-zum-Framemeister/

        Dort schreibt einer der User: „Good News Everybody! Solarisjapan hat jetzt spezial Deutschland Angebote und verschickt dazu direkt aus München.“

        Dieses entspricht dann diesem Angebot wohl von der Solaris-Webseite:

        https://solarisjapan.com/products/eu-tax-free-xrgb-mini-framemeister-compact-up-scaler-unit-eur-scart-adapter

        Deshalb steht dort auch „Tax-Free“ und es kommen auch keine Versandkosten mehr drauf, weil das dann wohl aus München jetzt kommt mit dieser Option. Dem Support darf man wohl auch auf Englisch, Japanisch oder Deutsch schreiben. Scheint so dass die gemerkt haben der findet in Deutschland doch noch am meisten Verkäufe in Europa oder so 😀

        Soweit scheint jetzt aber schon alles nötige dabei zu sein, sprich man ist nicht mehr auf Wolfsoft angewiesen (mit denen ich gar keine guten Erfahrungen gemacht habe, ein RGB-SNES-Kabel hab ich mal bei denen wie gesagt bestellt, war wie zu überteuert, und die Soundkanäle im Kabel waren falsch herum eingebaut, sprich L/R vertauscht)

        – The unit includes a power adapter, a EUR Scart RGB cable adapter and a remote control. (Dieser power adapter wird inzwischen auch für 220V mitgeliefert, zumindest steht das auf der Webseite mit Testbericht zum N64 auf eurogamer.de:

        „Was den Strom angeht, hat Micomsoft inzwischen gemerkt, dass auch viele europäische Kunden ihre Geräte schätzen und liefert nun ein 110/220V-Netzteil mit, das ihr einfach nutzen könnt. Bei meinem Muster war es noch das japanische 110V-Netzteil, das ihr vergessen könnt, solltet ihr zum Beispiel eine ältere Box über eBay kaufen.“

        Sogesehen kann ich schon das Gerät bei Solaris Japan kaufen, wenn ich das D-Terminal noch mitbestelle komme ich dort mit dem Versand aus München auf €392.54 … besser noch als Wolfsoft mit seinen €444.44 😀
        So ein Overlay noch für die Remote dabei und dann ist alles perfekt!

        Kannst du vielleicht noch was zu ein paar „Problemen“ des Framemeisters sagen die in folgenden Video angesprochen werden?

        https://www.youtube.com/watch?v=lHoOKLWIMKU (ab Minute 5:40 ungefähr)

        -> Nosise Visible, ist das Erbsenzählerei oder fällt das wirklich sichtbar oder störend auf?
        -> Wenn die Auflösung wechselt, ist die Verzögerung dort auch so schlimm wie im Video gezeigt? Weisst du zufällig welche Spiele davon auf dem N64 betroffen sind die in 2 wechselnden Auflösungen angezeigt werden? Laut Forumsbeitrag -> „Ein weiterer Minuspunkt des Framemeister ist, daß er das Signal immer neu berechnen muß wenn sich die Auflösung im Spiel ändert, was bei manchen Spielen durchaus extrem nervig sein kann. Zum Beispiel bei Zelda Majoras Mask, wenn man sich das Notizbuch ansieht ist mir das immer passiert.“

        Und noch eine eigene Frage von mir, bezogen auf deine Bildtests mit den verschiedenen Signalen und RGB-Kabeln:

        Der Vergleich zwischen dem GC-Kabel und dem SNES-Kabel -> Hier sieht man in deinen Videos ja gut dass das GC-Kabel ein sehr helles Bild liefert, ich finde definitiv zu hell, manche Bereiche werden ja sehr überstrahlt, z.b beim MK64-Titelbildschirm, die Sonne im Hintergrund ist ja quasi nicht mehr zu erkennen, oder auch manche Wolken bei den anschliessenden Szenen.
        Das SNES-Kabel hat wiederum ein recht dunkles Bild, und da können wie du sagtest ja einige Bereiche auch mal im Schwarz absaufen …

        Was ist jetzt deine „beste“ Lösung, vom Gefühl her würde ich ja das SNES-Kabel nehmen. Besser das GC-Kabel und die Helligkeit/Kontrast am TV runterdrehen, oder umgekehrt SNES-Kabel und erhöhen? Ist da überhaupt noch viel möglich dann an Bildkorrektur, so dass man ein Ergebnis der Helligkeit erreichen kann wie bei Composite oder S-Video? Und sind am Framemeister auch Helligkeits/Kontrasteinstellungen möglich in den Optionen?

        LG und danke für die Antworten schon mal, ist etwas viel geworden .. 😀

        • Also das klingt echt super mit dem Verkauf von Solaris „Tax Free“ hierzulande – würde sagen das ist wohl wirklich den Versuch wert, weil a) günstiger als bei Wolfsoft und b) „direkter“ mit weniger Zwischenhändlern.
          Würde es nach deiner Recherche auch so machen und dort bestellen! (Gerade wenn du bei Wolfsoft schlechte Erfahrungen hattest :))

          So zu deinen Fragen mit den „Problemen“ vom Framemeister. Ja, was dort in dem Video gezeigt wird, ist korrekt. Er sagt aber auch direkt nach den drei Beispielen (Noise, langsames Switchen und nicht ganz optimales 480p) dass er trotzdem eines der besten Geräte ist. Ich formulier es mal so: Das Rauschen kann man sehen, wenn man sehr nah vor den Bildschirm geht. In Anbetracht dessen, dass analoge Signale ankommen, kann es aber gut sein, dass das Rauschen zwischen N64 und Framemeister entsteht und gar nicht „im“ Framemeister. Zumindest kann ich aber auch sagen, dass das Rauschen mich persönlich noch nie gestört hat – ich merk es nicht mal, so gering ist es und wie gesagt kann es vom N64-Kabel kommen, hab ich im Artikel anfangs ja ne Menge drüber geschrieben. Im Vergleich zu anderen Lösungen frag ich mich, ob weniger Rauschen bei analogen Eingangssignalen überhaupt möglich ist?! Vermutlich nicht… außer es wird „entrauscht“… mit dem A/D Level kann man das Rauschen wohl weiter reduzieren oder mit einigen der Videomodi schaltet er nen Filter dazu, aber da hab ich mich im Detail nicht mit beschäftigt… nen extra Denoiser hat er meines Wissens nicht, hätte ich aber noch nie gebraucht und sowas verzögert und vermatscht das Bild normalerweise ja auch… Dein Fernseher oder/und AV-Receiver haben sowas sicher eingebaut, aber obs das Bild verbessert kann ich nicht sagen… wie gesagt war der Teil nie ein Problem für mich.

          Das langsame Umschalten kann tatsächlich nervig sein und/oder Spielprobleme verursachen wie gezeigt. Ja, bei Majora’s Mask wenn man in das Tagebuch schaltet, muss man einige Sekunden warten, bis man Bild hat. Das nervt tatsächlich etwas – und dann hat der N64 ja von 288p auf 576i umgeschaltet (was im Tagebuch net stört und in Menüs von Spielen auch net zum Glück), was aber ja eigentlich nen anderen Modus am Framemeister erfordert (also mit Deinterlacing) – war aber ein Problem das ich verschmerzen konnte. Vielleicht wird das per Firmware ja noch etwas verbessert, aber das ist definitiv ein Manko. Glaube bei irgendeinem Star Wars Spiel gabs das Problem auch mit dem Auflösungswechsel aus dem Menü heraus ins Spiel, aber sonst kommt das beim N64 tatsächlich sehr selten vor.

          Beim 480p Signal, da gibts wohl bessere Prozessoren, aber ganz ehrlich: Deswegen ist er nicht schlecht. Ja es könnte bei 480p nen Tick knackiger sein hier und da, aber im Vergleich zu meinem AV-Receiver oder TV ist es trotzdem erheblich besser auch bei 480p, von daher 🙂

          Was das Bild betrifft: Ja, ich hab da die Default-Settings gelassen, damit man den Unterschied sieht zwischen den beiden Kabeln – beim SNES-Kabel ist das Rauschen nen Problem (gewesen bei neueren CaptainMVS Konsolen ja angeblich), weil die Kondensatoren fehlen, aber der Punkt ist: Die Helligkeit, Farben, Kontrast, Schwarzlevel usw kannst du alles justieren nach belieben. Das würde also in den Griff zu bekommen sein. Das „Problem“ ist, dass der N64 aufgrund des schwachen Composite- und S-Video Farbkanals intern etwas kräftiger rechnet, da über die Kabel das Farbsignal nicht mehr so gut durchkommt – bei RGB hat das Farbsignal aber so viel Leitungskapazität für sich, dass es da einfach in seiner Urform zu knackig rüberkommt. Liegt am N64 🙂 Der war nie für RGB geeignet – aber wie gesagt ist das im xRGB-mini justierbar. Wo da das perfekte Optimum der Farben liegt, das muss wohl jeder für sich selbst justieren. Bei NTSC-Spielen hatte ich z. B. bei mir den Schwarzlevel manuell anpassen müssen weil das Bild graustichig war, aber so hatte es dann gepasst wie die PAL Spiele. Leider muss man da herumprobieren… hängt ja auch vom jeweiligen Fernseher ab, weswegen ich bei Farbwerten ungerne Empfehlungen gebe, da meine Empfehlungen bei niemandem passen außer bei mir 😀

          Also mit dem SNES-Kabel hast du wohl die bessere Ausgangslage für die Bildjustage, wenn es nicht rauscht(!). Wenn du in Grünbereichen (Super Mario 64 im Schlossgarten mal beobachten) Jailbars hast, dann nimm das GameCube-Kabel und regel herunter. Gehen wird wohl beides. Bedenke auch: Du hast 14 Tage Widerrufsrecht wenn du in Deutschland gekauft hast. Sicherheitshalber bei dem Münchner Versand-Ding mal nachguggn, aber normal solltest du die haben. Wenns nix ist, lieber zurückschicken als sich ärgern 🙂 Achja und Links in den Kommentaren sind überhaupt kein Thema – im Gegenteil, sind ja Belege für Behauptungen! – Ich schalte ja jeden Kommentar manuell frei (bisher immer unverändert, wir suchen ja alle nach der Wahrheit!), damit ich da keinen Spam auf der Seite hab…

          • Hey Adrian,

            nach langem hin- und her habe ich mich doch dazu durchgerungen (mal ein paar Überstunden machen auf der Arbeit 😛 :D) den XRGB Framemeister zu bestellen … es gibt dann doch irgendwie keine Alternative die mich zufrieden stellen würde. Ausserdem denke ich ist der XRGB für meine Retro-Sammlung bestehend aus NES, SNES, N64, NGC, Wii, PS2 usw. eine gute Wahl da ich ihn für diese ganzen Konsolen nutzen kann/werde, daher macht sich das dann denke ich noch mehr bezahlt als wenn jemand den XRGB für nur eine einzige alte Konsole nutzen möchte 🙂

            In der nächsten Zukunft solange HDMI Standard bleibt und wir noch keine 4K-TV-Geräte einsetzen sollte der Framemeister auch weiterhin das beste sein um weiterhin seine alten Konsolen an modernen TV-Geräten nutzen zu können 🙂

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            Ich habe jetzt den Framemeister über http://www.solarisjapan.com bestellt. Für alle die diesen Blogeintrag von Adrian einmal finden und bis zu diesen Kommentaren scrollen hier der Hinweis wie ihr dort am besten vor geht wenn ihr auch die Seite zum Kauf nutzen wollt:

            1. Ich empfehle euch dort diesen Tax-Free XRGB Framemeister Unit + DT zu bestellen:
            https://solarisjapan.com/collections/micomsoft/products/eu-tax-free-xrgb-mini-framemeister-compact-up-scaler-unit-eur-scart-adapter

            Ihr habt so sofort die Steuern mit im Preis eingerechnet, das spart Zeit und eventuelle Nerven beim Zoll. Oder ihr geht das Risiko ein und bestellt ohne Tax-Free. Wenn der Zoll dann euer Paket aus Japan durch lässt spart ihr natürlich Geld. Ansonsten besteht aber das Risiko dass ihr am Ende vielleicht sogar mehr Zahlen müsst als bei der Tax-Free Version.

            Dieses Tax-Free Angebot wird nach meiner Recherche auch aus Deutschland verschickt (angeblich Zwischenhändler in München). Daher habt ihr es in kürzester Zeit bei euch und müsst ausserdem nicht auf die Lieferung aus Japan warten.

            Zusätzlich habt ihr bei diesem Paket schon den 220V-Adapter dabei, einen Euro-Scart-Adapter und das DT-Kabel. Also alles in einem damit ihr sofort loslegen könnt.

            2. Die Preise schwanken leider täglich auf solarisjapan.com (ähnlich wie die „Börse“ mindfactory.de …). Habe das eine Woche lang beobachtet. Um dann zu bestellen und am nächsten Tag ging der Preis um 3 Euro wieder runter :/ … Das ist etwas nervig abzuschätzen wann denn nun der „beste“ Moment ist zuzuschlagen. Zudem kommt dass die Seite anscheinend hin und wieder SALES anbietet, so gab es wohl im Juni 2016 eine 10% OFF-Aktion für alle Micomsoft-Produkte. Wenn ihr nicht jetzt und sofort einen Framemeister braucht/wollt und etwas warten könnt lohnt es sich also vielleicht die Preise zu beobachten oder auf einen eventuellen SALE zu warten.

            3. Bedenkt jedoch noch folgende letzte Info: Der Endpreis der sich dann ergibt ist NICHT der Preis den ihr dann letztendlich zahlen müsst. Ich habe beispielsweise PayPal als Dienst gewählt. Mein Endpreis in € (Rechnung von Solaris) betrug ca. 382 € Jetzt hätte man denken können dass dieser Betrag auch von PayPal eingezogen wird. Dem ist jedoch nicht so da PayPal noch Umrechnungsgebühren erhebt von YEN in EURO. So kam ich dann auf den Endpreis von ca. 398 €. Das sind ca. 4 % (!) Gebühren nur weil von YEN in EURO gerechnet wird und sich PayPal das gut bezahlen lässt … bei einem so hohen Preis wie für den Framemeister macht das dann rund 15 Euro Mehrpreis aus … ärgerlich!!

            In diesem Fall solltet ihr wenn ihr eine Kreditkarte besitzt mit dieser zahlen. Ich besitze leider keine. Evnetuell einen Bekannten fragen ob ihr seine nutzen könnt, das ist mir hinterher erst leider eingefallen 😉 Auch bei Kreditkarten gibt es wohl Gebühren beim Wechsel in andere Währungen, aber diese sollten deutlich niedriger sein als die von PayPal. Dazu ggf. bei der entsprechenden Bank einfach nachfragen.

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            Nun gut, ich bin mal gespannt wie der Framemeister so in Aktion ist wenn er bei mir angekommen ist, das sollte in den nächsten Tagen passieren 🙂 Bei eventuellen Fragen dazu kann ich mich ja sicherlich an dich wenden Adrian? Gibt ja nunmal nicht sooo viele Leute die den Framemeister besitzen 😀

            LG
            Andreas

    • Hi Andreas,

      nochmal danke für deine Erklärung mit dem Tax-Free! Ich muss den Beitrag echt mal überarbeiten mit den ganzen neuen Infos, aber die Zeit immer, ne? 🙂

      Zu deinen zwei Problemen: Cool dass du es mit dem XRGB-mini probierst, aber ja, wir können zwar die „perfekte“ Bildqualität aber nicht die „perfekte“ Spielerfahrung erreichen…
      Mit dem Umschalten gibt es meines Wissens bisher nichts, was getan werden kann. Vielleicht wird es bei zukünftigen Firmwareupgrades verbessert, aber es scheint hier wirklich ne Schwäche von dem Chip zu sein, weshalb das nicht geht. Mir zumindest ist nichts bekannt, außer das mit dem Reset, um die Verzögerung zu verbessern. Leider nervig.

      Das mit dem Zoom: Bist du sicher, dass er nicht bis zum Rand zoomt? Manche Fernseher haben nen „imaginär“ weiter aussen liegenden Rand als das eigentliche Bild geht, der Rand sieht dünner aus aber das Bild geht grundsätzlich nicht bis zum Rand. Ansonsten müssste ich auch passen und du müsstest mit den Einstellungen weiter ausprobieren – aber wenn das Bild gezoomt wird, verändert es auch sein Pixelseitenverhältnis, das siehst du schon, wenn du statt x1 oder x2 (doppeltes Seitenverhältnis) auf Standard gehst – die Pixel sind ungleich lang. Zoomen ist also so oder so nen Kompromiss… evtl macht es beim Spielen dann nix, wenn er net ganz zoomt? Ich mein, schwarzer Rand ist „unsichtbar“ oder? 🙂

      Ich weiß, nicht sehr tröstend… vielleicht geht mit zukünftigen Firmwareupdates ja wirklich noch mehr in der Beziehung. Ich mein, der xRGB könnte das Bild analysieren und selbst bis zum Rand zoomen, sowas ist eigentlich nicht schwer zu programmieren, aber keine Ahnung wie die sowas sehen 🙂

      • Hey Adrian,

        1.) Ja ich habe inzwischen wegen dem Zoomen rausgefunden dass man da nicht wie man lustig ist zoomen sollte, sondern eben wie du schreibst führt es dazu dass dann die Pixel ungleich lang sind … also gibt es nur bestimmte Werte die man weiter zoomen sollte damit alles gleich bleibt und nicht ungleich verteilt wird 😉 Diese Seite hier beschreibt das auch gut und gibt Voreinstellungen dafür:

        http://www.firebrandx.com/framemeisterprofiles.html

        Das Problem ist jedoch dass dort nur Profile und Einstellungen sind für NTSC-Konsolen. Ich denke nicht dass ich diese Einstellungen 1:1 für unsere PAL-Konsolen verwenden kann … hast du eine Ahnung wie man exakt die Werte bestimmen kann die man im Framemeister eingeben muss um auch sauber zu skalieren für unsere PAL-Konsolen? 😉 So dass man auch auf x4 oder x5 kommt, um den Bildschirm so weit wie möglich auszunutzen, ohne dass die Pixel ungleich lang werden?
        Die Einstellung „Standard“ sollte ich demnach ja besser nicht nehmen … mit welchen Einstellungen spielst du denn? 🙂

        2.) Ich habe noch ein Problem mit dem N64 und seiner Bildqualität am Framemeister, um auch wieder zum Thema zu kommen womit sich dein Blogbeitrag beschäftigt! Und zwar habe ich so komische „Raster“ oder „Linienmuster“ im Bild, aber nur an manchen Stellen, meist Schatten oder Lichtstrahlen … schwer zu beschreiben und ich weiss noch nicht woran es liegt, ob Framemeister oder Konsole. Ich denke jedoch nicht dass es sich um die „Jailbars“ handelt die du mal als Problem beschrieben hattest, denn die waren ja eher diagonal durch das Bild gehend und komplett über dem gesamten Bild oder?

        Ich hab auch ein Bild dazu hochgeladen im Forum, hier der Link zum Beitrag:
        https://circuit-board.de/forum/index.php/Thread/19092-Framemeister-XRGB-mini-Guter-Deal/?postID=569013#post569013

        Und falls du dort nicht angemeldet bist, vielleicht geht dieser Direktlink zum Bild:
        https://circuit-board.de/forum/index.php/Attachment/63423-DSC-1777-low-kreise-jpg/

        Kannst du mir sagen ob du diese Probleme auch bemerken kannst bei dir? Oder es liegt vielleicht an meinem TV-Gerät, das möchte ich jetzt gerne herausfinden. Das Problem tritt besonders bei hellen Stellen wie Lichtstrahlen auf oder bei dunkleren Flächen, schwer zu beschreiben 😉 Jedenfalls nicht über das Komplette Bild so wirkt es zumindest, nur in bestimmten Bereichen und ich hab keine Ahnung wodurch das kommt. 2 verschiedene RGB-Kabel hab ich schon probiert, die kann ich also ausschliessen als Fehlerqueller … aber so schlecht hab ich das Bild vom N64 nicht in Erinnerung und auch deine Vergleichsvideos sehen besser aus, oder ist das auch bei dir vorhanden?

        • Hi Andreas,

          zu 1) wow die Profile-Webseite ist ja mal cool gemacht 🙂
          Ja, wie du richtig bemerkst, gehen die Einstellungen nicht alle 1-zu-1 für PAL, wir erinnern uns ja dran, dass PAL 288p und NTSC 240p macht. 4x 240 = 960, was in 1080p reinpasst. Bei PAL 4x 288 = 1152, ist also zu viel und würde nicht funktionieren, da er ja max bis 1080 geht. 3x 288 wäre das höchste der Gefühle = 864 wenn du exakte Kantenlängen willst. Mit anderen Worten: PAL hat entweder nen echt großen schwarzen Rahmen drumherum ODER die Pixel sind ungleich lang wenn du es auf 1080 streckst. An dem Punkt muss ich selber zugeben, dass ich Standard als Setting verwende und es ungleich lang an den Rand strecken lasse. Mit den Zoom-Settings hab ich daher gar nicht so viel herumgespielt, da es für PAL da keine perfektere Lösung gibt, entweder das Bild ist recht klein und viel Rahmen oder die Pixellängen sind ungleich lang. Mit letzterem konnte ich mich letztendlich anfreunden – auch wenns natürlich nicht optimal ist. Welche Einstellungen für 3x nötig sind müsste ich selber mal ausprobieren, vielleicht heute Abend. Übrigens muss in der Regel der A/D-Level angepasst werden bei NTSC, weshalb es bei PAL meist ohne A/D Anpassung geht – das ist nen Erfahrungswert, obs immer so ist kann ich nicht sagen.

          zu 2) ich glaube, das ist normal. Ich habe die von dir markierten Bildeffekte auch. Der N64 rechnet die Pixel intern fast immer nur mit 16 bit wie ich im Beitrag erklärt hatte, 5 rot, 6 grün, 5 blau. Das dürfte dazu führen, dass die Pixel in Schattenbereichen, die ja ne Mischung aus der Schattenfarbe, Lichtverhältnissen und ursprünglicher Farbe sind, keinen perfekten Wert treffen, weil die Farbauflösung eben nicht höher ist und daher dann so „dithered“ aussehen. Google mal nach Dithering. Ich denke, genau das passiert hier. Das ist ne Technik, die bei zu wenig verfügbaren Farben den Farbraum simuliert erhöht, indem wie beim Druck (von Zeitungen z. B.) auch die verfügbaren Farben in Rastern gemischt werden. Gibt ordered und unordered (also random) Dithering, der N64 wird hier wohl ein ordered machen, weshalb man das Raster so gut sieht. Aus der Entfernung lassen sich dadurch Farben erzeugen, die eigentlich gar nicht im Farbraum sind. Bei GIF benutzt man das sehr oft, da GIF ursprünglich nur 8 bit Farben hat. Man sieht halt nen Raster wie gesagt, aber dafür gibt es „mehr“ Farben als eigentlich. Lässt sich auch nicht abschalten, der N64 rechnet hier einfach so… vielleicht kommts auch aufs Spiel an, was die Entwickler eingestellt haben… 🙂 Die Jailbars sind es auf jeden Fall nicht! (Dass man es bei Youtube in den Vergleichsvideos nicht sieht, wundert mich nicht, da Youtube stark komprimiert – aber vllt. sieht man es in den Originalvideos, muss ich später auch mal nachschauen…)

          • Hey Adrian,

            1.) Ja es ist schon schade dass man die coolen Profile und Werte von der Seite nicht 1:1 nutzen kann :/ Muss man sich wohl selber welche für PAL-Konsolen zurechtbasteln … 😉 Das würde ich auch eigentlich gerne tun und diese würde ich auch mit anderen teilen wollen, aber mir fehlt noch ein wenig das Verständnis wie man diese exakten Werte erreichen kann mit den Framemeister-Einstellungen… denn dort kann ich Werte meist zwischen 0 und 100 ändern, so wie die Zoom-Funktionen oder die Skalierungs-Optionen.

            Wie ich jetzt herausfinden soll welche Werte dann die exakten x3- oder x4-Skalierungsfatoren darstellen ohne die Pixel ungleich lang zu strecken, hat sich mir noch nicht erschlossen … ich kann natürlich rumprobieren aber kann ich letztendlich nur optisch „sehen“ ob es jetzt passt oder nicht ? … Ich würde am liebsten das irgendwie berechnen, oder wie ist der FirebrandX auf seine NTSC-Werte gekommen …? 🙂 Wolltest du dann wie geschrieben selber auch mal rumprobieren ob man da irgendiwe drauf kommen kann? Ich würde ja gerne verstehen was genau der Framemeister mit welcher Einstellung technisch genau macht, und eine richtige Anleitung bzw. detaillierte Information dazu gibt es eigentlich nirgens im Netz … gibt noch die offizielle Anleitung aber die ist auf japanisch und meins ist nicht wirklich gut 😛

            Du schreibst „Bei PAL 4x 288 = 1152, ist also zu viel und würde nicht funktionieren“ -> rechnerisch stimmt das natürlich und passt nicht in 1080p rein … aber sind in den abgeschnittenen 72 Pixeln (oben und unten wäres es demnach dann jeweils ja nur 36 Pixel?) nicht dann eh die PAL-Balken? Dann wäre es ja gar nicht schlimm, oder mache ich jetzt einen Denkfehler?

            2.) Beruhigt mich erstmal dass du auch diese Bildeffekte hast, aber diese sind mir früher nie so stark aufgefallen. Vielleicht hab ich als Kind auch nicht so stark drauf geachtet, oder durch das hochskalieren des Framemeisters kommen sie jetzt erst richtig deutlich zur Geltung …. im Circuit Board-Forum hat jemand mir geantwortet:

            „ad Bild: Das ist in der Tat bei einigen Spielen so und gerade bei F-ZERO habe ich das irgendwo über das Ultra Hdmi sogar gesehen. Ob das in deinem Fall normal ist oder es über dein Kabel zum crosshatching kommt ist über das Bild schwer zu sagen.“

            Also mal schauen ob es wirklich ein Problem ist was alle betrifft und jetzt halt mir zum ersten mal stärker aufgefallen ist, oder ob mein RGB-Kabel da crosshatching betreibt … dazu gab es in einem anderen Beitrag noch genauere Infos, die ich aber nicht komplett verstehe da mir das technische Verständnis dazu noch fehlt 😉 :

            „Gehört nun bei SNES-, GC- und N64-Kabeln auf vor den SYNC Pin (20) ein 75Ohm Widerstand oder nicht? Warum nicht/schon?
            Die Verbindung zu PIN 18 habe ich nun gelöst und den Widerstand (vorübergehend) entfernt. Das hat das crosshatching/checkerboarding völlig entfernt.“

            Anscheinend hatte er Probleme die er durch lösen des PIN 18 im Scart-Kabel beheben konnte. Aber wieso genau und welches Kabel nun das beste ich mit welchem Widerstand, dazu hab ich nochmal eine Frage in den Forumsbeitrag geschrieben.

            Ich werde dich jedenfalls auch auf dem laufenden halten wenn du möchtest was mir da im Forum zu geantwortet wird, welches jetzt wirklich DAS beste Kabel für das N64 ist, bzw. ich würde gerne das gleiche RGB-Kabel für PAL-SNES und franz. RGB-N64 nutzen. Ob man da verschiedene Widerstände braucht (39, 47 oder 75 Ohm, oder gar keinen!?) oder ob beide Konsolen einheitlich mit einem Kabel zu verwenden sind, da warte ich im Moment noch auf (hoffentlich) eindeutige Antwort 🙂

          • Hmm ja das mit den Einstellungen stimmt schon, ist ne Herumprobiererei leider – denke mal der FirebrandX wird das auch ausprobiert haben, aber wissen tu ich es an der Stelle nicht…
            Ich meine, überleg mal, was passiert, wenn du 720p-Material auf nem 1080p-Monitor anschaust. Wird alles um Faktor 1,5 skaliert – wäre ne Katastrophe bei Nearest-Neighbor-Skalierung wie es beim N64 gemacht wird weil das Bild sonst zu stark verwischt, weil jedes zweite Pixel doppelt so lang wäre – aber mit den heutigen Skalierungsverfahren wie z. B. Lanczos sieht das alles ziemlich gut aus und 720p gehen auf 1080p super.
            Vielleicht ist es auch nicht so schlimm, wenn die Pixel nicht ungleich lang sind, vor allem wenn das Bild in Bewegung ist und das Auge nicht ständig auf den gleichen Punkt schaut. Ansonsten ist es wohl probieren.
            Wenn du z. B. ne Capture-Card hast (so wie ich) dann könntest du (ich fürchte nur ich hab da erst am Wochenende oder nächste Woche genug Zeit für sowas) das Bild auf x1 (1-zu-1) Skalierung mal als Screenshot ablegen und dann zoomen, bis du von der Pixelmessung her (gibt in GIMP z. B. das Maßband) exakt das 3-fache hast.
            Ansonsten ja, 4x schneidet zwar ab, dürfte in den meisten Spielen aber eh nur schwarzen Bereich abschneiden – wäre nen Versuch wert, hast du völlig Recht. Ob das nun genau zum PAL-Balken gehört oder nicht, bin ich mir nicht sicher. Ich dachte, dass die PAL-Balken nur bei schlecht angepassten Spielen vorhanden sind, mit anderen Worten haben viele Spiele das Problem gar nicht und gehen so schon technisch bis zum Rand – bestes Beispiel wieder Banjo Tooie, mit dem Spiel bekomm ich die beste Bildausfüllung (sogar 16:9) von allen Spielen.

            Zum anderen: Bei F-Zero kommt das stark vor, stimmt – gibt dem ganzen aber nen gewissen „Körnungseffekt“ der Stilistisch gar net mal schlecht ist, sondern nach ner Menge Details aussieht 🙂 Also ich mags sogar…
            Früher bzw. ohne den RGB-Anschluss sieht man das tatsächlich kaum bis gar net, weil die Farben zu stark verwischen (vom Kabel her schon).
            Was mich jetzt wundert ist deine Aussage, dass es wohl doch am Kabel liegen könnte… das finde ich interessant, aber da fehlt mir auch das technische Verständnis. Eventuell sollten wir beide mal versuchen, bei Kurzschluss ein Kabel zu erwerben, denn der soll die Kabel ja explizit anpassen (sprich N64 RGB Kabel für franz. N64 ist ne Extra-Anpassung die sich vom SNES Kabel oder N64 mit Modchip unterscheidet!) – ich gehe davon aus, dass das die besten Kabel sind, aber ich hab leider keines und weiß auch nicht, wie man genau rankommt – würde ich aber eins kaufen 🙂 Leider kenn ich mich mit den Widerständen da nicht genau genug aus um eine verlässliche Aussage treffen zu können. An meinen beiden Original-Nintendo-Kabeln will ich nichts rumbasteln, wer weiß ob ich die nicht mal für die Original-Konsolen brauche.

  17. Eine Capture-Card habe ich leider nicht … aber das wäre etwas dass ich mir auch zulegen möchte, gerade jetzt mit dem Framemeister, da könnte ich auch mal das ein oder andere Video aufnehmen 🙂 Oder auch die Bildtests machen. Aber da kenne ich mich nicht so aus, kannst du deine eigene aber vermutlich empfehlen? Oder gibt es noch andere Alternativen die dir bekannt sind die auch gut sind? 🙂 Weiss nicht ob deine die aktuell so bei 130 € liegt für eine Capture-Card eher günstig oder schon teuer ist, kann das nicht so abschätzen.

    Aber auch ein guter Tipp mit GIMP, das Programm werd ich mir auch mal ansehen 😉 Kannte ich noch nicht.

    Ja beim SNES hat man sehr oft PAL-Balken in Spielen, ich glaube beim N64 waren das nicht mehr ganz so viele Spiele die so schlecht angepasst waren, stimmt. Da müsste man dann einfach wohl 2 Profile anlegen im Framemeister, einmal Zoom für Spiele mit PAL-Balken, und einmal ein Profl für welche ohne Balken. Wenn man die Werte einmal rausgefunden hat ists ja kein Problem mehr, der Weg dahin ist eher noch das Problem. Dann würde ich die auch auf ner Webseite teilen wie FirebrandX das gemacht hat, dann für alle PAL-Nutzer 🙂

    Das crosshatching-Problem das jemand dort im Forum hatte lag wohl an einem Widerstand auf der CSYNC-Leitung die verbaut wird, was technisch so auch korrekt ist wohl, hab da noch mit anderen Leuten im Forum drüber geschrieben. Ich selber hab mir erst vor ein paar Tagen neue Kabel bei kurzschluss bestellt. Ich werde 2x Kabel Sync-on-Composite kaufen (fürs N64) und 1x Sync-on-Luma (fürs SNES). Luma ist wohl Störunanfälliger, da gehen halt weniger andere Informationen noch durch als bei Composite 😉 Wichtig ist auch in den Kabeln sollten für beide Konsolen immer nur 75 Ohm-Widerstände verbaut sein, für andere sind die Konsolen wohl nicht gemacht. Sonst kann das bild zu Hell oder Dunkel erscheinen.
    Habe mich in den letzten Wochen damit ausgiebig beschäftigt, falls dir das Thema Sync also nicht so vertraut ist wie es mir bis vor kurzem auch noch nicht wahr, ich kann da nun einiges zu sagen oder aber du schaust dir z.b dieses Youtube-Video an, die „My Life is Gaming“ haben immer sehr coole Videos und das hier hat mir auch gut geholfen! 🙂 https://www.youtube.com/watch?v=LAlrdCBjUAQ

    Sollte ich nicht zufrieden sein mit dem Sync-Composite-Kabel (beim N64 geht nur Sync-on-Composite, CSYNC können beide Konsolen nicht leider …) und tortzdem crosshatching haben wie der Typ im Forum kann ich einfach den Widerstand auf CSYNC abklemmen im Kabel, das hatte bei ihm wohl geholfen. Sollte ich mir dadurch andere Bild- oder Tonprobleme holen (der Widerstand sollte technisch eigentlich wohl doch besser dort sein hab ich gehört) hab ich immer noch das zweite Kabel mit Widerstand 🙂

    Wie du ein Kabel von kurzschluss erhalten kannst kann ich dir gerne sagen, aber dazu schreib mir am besten eine Mail, die Adresse müsstest du ja angezeigt bekommen, dann erkläre ich alles weitere bei Interesse 🙂

    • Also es gibt noch die Elgato HD60 Serie, die dürfte noch etwas besser sein als meine AVerMedia ExtremeCap U3, aber schlecht ist meine nun auch nicht… aber die Elgato gab es noch nicht als ich die AVerMedia gekauft hab, sonst hätte ich persönlich wohl ne Elgato genommen, die ist aber auch etwas teurer mit 180 €. Für Low-Level-Streaming ist eigentlich ne PCIe Karte am besten geeignet, von Elgato gibts das auch in der HD60 Serie inzwischen. Wie gesagt, gabs damals bei mir noch nicht. Aber du solltest da mal Testberichte lesen – die AVerMedia macht ihren Job gut (sieht man an den Aufnahmen ja), aber das Streaming hat ein paar Millisekunden Verzögerung – so, dass man es schon etwas merkt. Für Aufnahmen und Streaming kein Problem aber für Live-Ansicht schon ein bisschen. Sind eben „nur“ 130 € statt 180 €. Macht schon einen Unterschied. 🙂

      GIMP ist ein Grafikprogramm wie PhotoShop, nur eben OpenSource und daher kostenlos. Ist aber nicht einfach zu bedienen – für pixelgenaue Messungen aber definitiv geeignet 🙂

      Mehrere Profile im XRGB anlegen ist kein Problem, wenn du ne microSD reinlegst und dort die Profile unter DATA speicherst und wieder lädst wenn du sie brauchst. Mach ich auch so: Ich hab z. B. für NTSC Spiele am PAL N64 ne andere Konfiguration als für PAL Spiele, weil sonst der Schwarzwert net passt und das Bild ab und an flackern würde wenn ich die PAL Konfiguration nehmen würde. Also das ist kein Problem 🙂 Mach dann auch nen Backup von den Daten auf der microSD. Umbenennen der Dateien musst du am PC dann machen, das geht mit dem XRGB nicht, der speichert alles als EEP001.bin oder so (habs vergessen wie genau). Musst halt beim Umbenennen aufpassen, sowas wie Leertasten mag er z. B. nicht, musst du ausprobieren bzw. einfach nur Großbuchstaben und Zahlen verwenden, das geht auf jeden Fall.

      Das mit dem „Crosshatching“ wie du erzählst klingt echt interessant, war mir so auch nicht bewusst. Ich dachte immer, dass das „normal“ ist, Dithering halt wegen der reduzierten Farbtiefe. Die Argumentation klingt ja logisch, aber nur weil sie logisch klingt muss sie nicht richtig sein 😀 wenn die Annahme falsch ist. Ich weiß aber noch nicht genau, ob wir über das selbe reden:
      In dem YouTube-Video, was du verlinkt hast: z. B. bei 9:45 zeigt er mit dem Begriff „Checkerboard“-Pattern so schräge Linien im Bild – das sind eigentlich genau die Linien, die ich immer als Jailbars bezeichnet hab – das ist was anderes als der Dithering-Effekt den du bei Super Mario z. B. gesehen hast. Diese Jailbars treten bei mir nur mit dem SNES Kabel aber nicht mit dem GameCube Kabel auf – das hab ich damals schon festgestellt und mit CaptainMVS das argumentieren angefangen, obs am N64 oder am Kabel liegt (und es lag am Kabel :D).

      So wie ich dich jetzt verstehe, liegt das daran, dass beim SNES Sync-on-Luma und beim M64 Sync-on-Composite nötig ist… sprich das SNES Kabel kann gar net richtig funktionieren – aber das GameCube Kabel, was das Bild zu hell macht, scheint wohl auch net ganz richtig zu sein… Hochinteressant, war mir so auch noch nicht bewusst. Ich denke, ich brauch auch ein Kurzschluss-Kabel (oder zwei, hab ja zwei RGB-N64, und für GameCube bzw SNES hätte ich immernoch die Originalkabel, die ja passen sollten…). Ich meld mich mal bei dir und ich fürchte, dass ich den ganzen Artikel mal auf den neusten Stand bringen müsste 😀

      Danke Andreas, dass du dich auch so viel damit beschäftigst! Meinen Respekt 🙂

  18. Hallo Adrian,

    habe mir so ein Französisches n64 Gekauft, leider ist das Bild sehr hell im gegensatz zum normalen pal n64 mit zerberos RGB Platine, dafür sind aber einige Bildfehler verschwunden. Hast Du ne Idee woran das mit der Helligkeit liegt? bei Mario 64 verschwinden so einige Konturen… falls Dich das thema interessiert würde ich Dir gerne Bilder zusenden!

    Grüße

    • Hallo Jan!

      Das Helligkeitsproblem hat etwas mit dem RGB-Kabel zu tun, du siehst das gleiche in meinen Vergleichsvideos (das GameCube XRGB rechts unten ist zu hell im Vergleich zu Composite und S-Video).
      Ich habe mit Andreas über dieses Problem per E-Mail viel ausgetauscht, selbst allerdings aus Zeitgründen noch keinen eigenen Test gemacht, da ich erst andere Kabel bestellen müsste. Es braucht nämlich ein eigens gebautes RGB-Kabel – sowohl das SNES als auch das GameCube-Kabel sind nicht optimal in der Hinsicht. Das hat wohl etwas mit den verbauten Widerständen im Adapter zu tun. Im Kommentar vor deinem sagt Andreas, dass 75 Ohm Widerstände verbaut sein müssen im Kabel.

      Ich werde mich heute Abend nochmal mit den Details beschäftigen, vielleicht kann Andreas auch direkt etwas dazu sagen falls er das ließt. Ansonsten melde ich mich noch einmal mit genaueren Infos!
      Bis dahin bleibt dir erstmal nichts anderes übrig, als es mittels Bildeinstellungen am Fernseher etwas abzuschwächen… vorerst! Wir finden eine Lösung!

      Viele Grüße!

  19. Hallo und vielen dank für die schnelle Antwort, heute wurden 4 Original SNES RGB Kabel die ich aus FR bestellt habe geliefert, damit ist das Bild nicht mehr so überbelichtet. Komisches Phänomen echt, falls Du einen Link möchtest sag bescheid.
    Grüße
    Jan

  20. Hi,
    ich versuche meine N64 mittels dem mitgelieferten AV-Kabel an meinen Yamaha RX-V765AV-Receiver anzuschließen. Laut Beschreibung ist der AV- Receiver mit folgenden Auflösungen kompatibel.:
    480i/60Hz; 576i/50Hz; 480p/60Hz; 576p/50Hz; 720p; 1080i; 1080p
    Könnte das der Grund sein warum das Bild am TV schwarz bleibt?
    Ton höre ich. Kann der AV-Receiver das schlechtere Bild der N64 nicht verarbeiten und macht deswegen nichts?
    Viele Grüße
    Christian

    • Hallo Christian,
      das könnte mehrere Gründe haben – kurz aber nochmal dein Problem, wie ich es jetzt verstanden habe: Du hast den N64 (der an anderen Geräten angeschlossen Bild über das mitgelieferte Kabel sicherlich produziert?) mit diesem Kabel (ein Rot-Weiß-Gelbes Composite-Kabel, nehme ich an?) am AV-Receiver direkt angeschlossen und es kommt kein Bild?
      Wenn wir davon ausgehen, dass der N64 nicht defekt ist und das Kabel auch nicht defekt ist (was wir können, wenn es an einem anderen Gerät funktioniert), dann liegt es an der Schaltung im AV-Receiver.
      Es wäre denkbar, dass eine Zuordnung der Video-Eingänge zu den Ausgängen erfolgen muss oder dass analoge Videosignale nicht in digitale Videosignale umgewandelt werden – eines von beidem wird hier zutreffen.

      Schau mal im Option Menü nach, ob du beim Video Out was umstellen kannst – das entnehme ich beim schnellen Überfliegen der Bedienungsanleitung.
      Falls das nicht hilft, schau vielleicht selber in der Bedienungsanleitung mal nach – findest du hier: https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/av_receivers_amps/rx-v765/downloads.html#product-tabs
      Es gibt dort auf Seite 61 DE (oder Seite 221 nach PDF-Zählung) noch ein paar Tipps zu „Kein Bild“. Ansonsten sind auf Seite 41 DE (bzw. Seite 201) die Video Out Hinweise, die ich hier aufgegriffen habe. Genau kenn ich mich mit deinem Gerät aber leider nicht aus, ich schätze aber mal, dass es nur ein interner Zuordnungsfehler zwischen dem analogen Videoeingang und dem Videoausgang ist.

      Viele Grüße!
      Adrian

      PS: Verarbeiten kann dein Receiver das Bild, er verarbeitet es zwar nicht korrekt, sprich nicht als 288p50 sondern als 576i50, aber er wird es anzeigen und dann eben ein Deinterlacing auf den Vollbildern des N64 ausführen, wie im Artikel beschrieben.

      • Hab jetzt weiter getestet. Also irgendwie denke ich doch, dass der Receiver mit dem Format der N64 nicht klar kommt.
        Hab mich durch die Anleitung gekämpft, kann man aber nicht viel einstellen.
        Also folgendes getestet:

        N64 direkt mit dem mitgelieferten Rot-Weiß-Gelbes Composite-Kabel an den TV angeschlossen. –> funktioniert

        N64 mit dem mitgelieferten Rot-Weiß-Gelbes Composite-Kabel an den AV-Receiver angeschlossen. –> funktioniert nicht

        Wii direkt mit dem mitgelieferten Rot-Weiß-Gelbes Composite-Kabel an den TV angeschlossen. –> funktioniert

        Wii direkt mit dem mitgelieferten Rot-Weiß-Gelbes Composite-Kabel an den AV-Receiver angeschlossen. –> funktioniert auch

        Zusammengefasst:
        wenn ich die wii und die n64 auf die gleiche Art und weise an den ab-Receiver anschließe, dann:
        Wii funktioniert
        N64 funktioniert nicht

        Beide Geräte jeweils direkt am tv, funktioniert beides.
        Somit denke ich wirklich, der Receiver kommt damit nicht klar.
        Also mit dem umwandeln auf HDMI.

        Denn N64 – Composite Kabel – Receiver – Composite Kabel – Tv
        Das funktioniert.

        • Hi Christian,

          das ist bitter! Was auch noch sein kann, ist, dass für den AV-Receiver das Videosignal vom N64 zu schwach ist – ich hatte mal mit einer uralten Capture-Card so ein Problem.
          Aber es kann auch sein, dass tatsächlich der Receiver mit dem Signal vom N64 nicht zurechtkommt – sehr bitter in der Tat!

          Kannst du über ein optisches Kabel oder HDMI 1.4 ARC (Audio-Return-Channel) den Ton vom Fernseher an den Receiver weiterleiten? Ist zwar ein Umweg, aber dann würdest du den Ton vom N64 ja über deine Anlage bekommen, auch wenn er am Fernseher hängt. Denn was die Alternativen betrifft: Entweder einen „billigen“ Ligawo-Adapter, der vermutlich auch ein Deinterlacing anwendet und 576i50 statt 288p50 erkennt (aber vielleicht einen Tick besser als der Fernseher sein könnte), oder ein XRGB-mini – allerdings sind die unter 400€ kaum zu bekommen derzeit, und das lohnt sich mit Composite nicht, sind wir mal ehrlich – dafür bräuchte es schon RGB-Ausgabe.
          Ich denke, das sind aktuell deine Möglichkeiten… vielleicht ist dir so eine Ligawo-Box für 50€ ja die Sache wert, wenn das mit dem Direktanschluss am Fernseher oder das doppelte Composite zwischen Receiver Input und Output nicht gefällt.

          Viele Grüße!
          Adrian

  21. Hi Adrian,

    sehr sehr cooler Bericht!!

    Mein Framemeister kam gestern und ich drücke mich gerade noch ein wenig davor, wirklich an den Einstellungen und Profile für jede Konsole rumzuprobieren.

    Daher meine (faulheitsbedingte) Frage:
    Hast du mehrere Konsolen dran? Wenn ja, ist es möglich, dass ich mir deine Profile irgendwo ziehen kann?

    Grundsätzlich soll bei mir angeschlossen werden:
    – NES TopLoader mit RGB-Mod (nehm ich das Profil fon Firebrandx)
    – N64 PAL RGB-Mod (durch Wolfsoft)
    – SNES PAL RGB
    – MultiMega PAL (RGB)
    – Wii Component (für Wii und Gamecube-Games)
    – PS1 & PS2 PAL RGB
    – Atari 2600 mit AV-Mod

    • Hi Andy,
      Danke für dein Kompliment! Freut mich sehr!

      Ich kann dir für die Profile nur empfehlen, diese möglichst selbstständig auszuprobieren. Allein weil vieles Geschmackssache ist, z. B. ob mit oder ohne Scanlines, wie stark nachgeschärft, welche Farbeinstellungen, welcher Videomodus.
      Wenn du dann ein gutes Basisprofil hast für z. B. 288p50 Quellen und für 576i50 Quellen, dann kannst du von dem ausgehend deine restlichen Konsolen einstellen.
      Und diese beiden Basis-Profile sind auf der JunkerHQ-xRGB-Wiki Seite gut erklärt, also mit GAME für 288p und mit VIDEO für 576i. Den Rest musst du dir anschauen und ausprobieren, ich hab da selbst kein Patentrezept.

      Profile habe ich nur für meinen französisch modifizierten PAL N64 und für die Wii sowie den GameCube-Modus der Wii, aber auf meine Prioritäten angepasst, was nicht garantiert, dass dir die gefallen. Die Profile könnte ich dir zwar geben, aber du solltest besser selbst wissen, was du einstellst und was nicht, um das Optimum für deine ganzen verschiedenen Konsolen zu finden. Dafür sind die FirebrandX Profile aber nen guter Ansatzpunkt, um zu verstehen, was da passiert.

      Für die ganzen Konsolen würde ich nen SCART-Umschalter oder sowas kaufen, alternativ musst du halt immer händisch umstecken – würde mir auf Dauer eher auf die Nerven gehen. Das Profil musst du beim Konsolenwechsel aber auch jedes Mal manuell laden, leider – aber immerhin gibts die Profile inzwischen, das kam ja auch erst später nach mit Firmware 2.0 oder soweit ich mich erinnere…

      Viele Grüße!

    • Ich kann dem Adrian da nur beipflichten, mit den Profilen ist das so eine Sache … leider kann man hier keine erstellen und dann einfach an alle weiter geben pro Konsole die dann überall funktionieren … für jede Konsole und jedes Kabel, und vor allem für jedes TV-Gerät muss man individuelle Einstellungen vornehmen damit es alles bei einem selber passt und gut aussieht.

      Die JunkerHQ-xRGB-Wiki-Einstellungen sind als Basis wirklich gut, danach musst du selber so weit optimieren bis zu zufrieden bist, dort wird aber auch alles recht gut erklärt. Schwierig ist es trotz alledem da komplett durchzusteigen da es wirklich sehr viele Einstellungen gibt. Kommt auch ganz drauf an wie „perfekt“ du dein Bild nun wirklich hinbekommen möchtest.

      Die FirebrandX-Profile sind auf Perfektionismus ausgelegt, sind aber für die NTSC-Konsolen, da musst du acht geben! Er hat seine Profile auch wirklich so genau angepasst dass bei ihm ein Pixel auch komplett sauber hochskaliert wird am TV (x4 oder x5), und so keine unförmig hochskalierten Pixel entstehen. Hatte mit ihm darüber mal einen kurzen E-Mail Austausch gehabt. Um das hinzubekommen hat er am TV Klebestreifen irgendwie angebracht und dann Schritt für Schritt weiter vergrößert bis er zufrieden war …. das nur mal GANZ GROB seine Methode aus meiner Erinnerung beschrieben, da müsste ich mir seine E-Mail noch einmal genau druchlesen …. jedenfalls das war mir dann aber doch too much und ich hab es sein gelassen

      Als Tipp noch von mir zu den SCART-Umschaltern …. diese hab ich auch mal gehabt aber leider nie wirklich zufriedenstellende Lösungen gefunden. Am besten konnte man das bei Zelda ALTTP auf dem SNES sehen, in der grünen Magieanzeige. Wenn diese komplett sauber grün dargestellt wird ist alles ok. Viele der Umschaltboxen haben da bei mir Streifenbildung gezeigt. Sowas ging dann für mich gar nicht, vor allem wenn ich schon einen so teuren Framemeister benutze um das beste Bild hinzubekommen … also hab ich mich damit ab gefunden dass ich die Konsolen wenn ich sie denn mal benutze manuell dann umstecke

      Aber ich will nicht ausschliessen dass es doch eine Umschaltbox gibt die das sauber hinbekommt, und dann ist es noch jeweils persönliches Empfinden ob man mit dem Bild un zufrieden ist, oder nicht.

  22. interessant. wobei mich mehr die quick n dirty variante interessiert hätte..
    weil es is zwar nice to have aber weder will ich viel geld noch zeit investieren.
    hast du auch eine quick n dirty anleitung für geizige technik deppen wie mich?

    ala – kaufen sie sich dieses 20 euro gerät und nehmen sie diese kabel und sie verbessern ihr bild um ein vielfaches und erreichen 80% von dem was ich erreicht habe?

    hab mir grade aus nostalgischen gründen ne konsole mit mario kart gekauft und bekomm fast augenkrebs (obwohl ich nicht so verwöhnt bin 🙂 )
    hab das gefühl ich spiele unter wasser ohne taucherbrille und ich hatte auch schon das gefühl meine tote oma hätte mit mir gesprochen :p

  23. Hallo, ich kenn mich leider wirklich sehr wenig mit den tv signalen aus. Ich hab einen fra mod n64 und mich würde interessieren ob ich da ohne den framemeister ein besseres bild bekommen kann. Wolfsoft bietet einen zusätzlichen mod für die fra modelle an. Ich finde aber nirgends einen Vergleich. Bzw. Es gibt ja auch ein paar hdmi Mods sind die nicht besser als der rgb mod? Ich würde mich sehr freuen wenn du mich da aufklären könntest. Lg Peter

    • Also wenn dein N64 bereits den französischen RGB Mod hat, ist es denke ich eher Unsinn, noch einen Mod dran vorzunehmen – ich weiß nicht mal, ob das funktioniert? Vllt ist bei Wolfsoft ja der RGB Mod gemeint bei einem unmodifizierten französischen N64?
      Steck RGB den N64 einfach an einen SCART RGB zu HDMI Konverter der günstigen Sorte (einfach bei Amazon suchen und schauen, was es so gibt, 30-40 € sollte so einer kosten). Mit nem GameCube RGB Kabel kannst du dann schon ein ziemlich gutes Bild genießen. Ich schätze mal, dass so eine Kombi aus RGB N64 und HDMI Konverter ähnlich oder vergleichbar gut ist wie ein N64 HDMI Mod.
      Das sollte ganz gut sein, wenn auch nich perfekt, aber an ein Bild wie vom xRGB FRAMEMEISTER kommst du natürlich nicht so einfach ran, das ist klar.

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